2011 – ein Jahresrückblick

Eben bin ich meine letzten Kilometer in diesem Jahr gelaufen. Am Ende sind es 2474 Kilometer in diesem Jahr geworden, ganz knapp an der Marke von 2500 vorbei. Macht nichts, denn diese 26 km mehr hätten sicher auch nichts geändert. Wenn ich schon bei den Zahlen bin: 2011 bin ich also:

  • 2474 Kilometer in
  • 244 Stunden gelaufen (die Zeit fürs Duschen, Dehnen, etc. fehlt da natürlich).
  • Dabei hatte ich eine durschnittliche Herzfrequenz von 149 und
  • eine durschnittliche Pace von 5:55.

Wenn man meine ganzen Aufzeichnungen in ein Diagramm packt, dann sehen meine Monatskilometer und meine durschnittliche Pace pro Monat (über alle Läufe) so aus:

Für mich war es das erste Jahr überhaupt, in dem ich mich als richtigen Läufer bezeichnen würde. Zum einen, weil ich kontinuierlich Monat für Monat gelaufen bin und es nur selten eine Laufpause gab, die länger als ein oder zwei Tage dauerte. Zum anderen, weil sich das Laufen endgültig zu einem so tollen Lebensgefühl entwickelt hat, das ich nichtmehr vermissen möchte.

Rückblick
Mein Highlight war sicherlich mein erster Marathon im Mai in Hamburg. Die Monate bis dorthin waren von viel Training geprägt, doch das Überqueren der Ziellinie entschädigte für alles. Auch für die hohen Temperaturen während der Hitzeschlacht. Nach Hamburg fiel ich in ein kleines Motivationsloch, schließlich hatten der Marathon als Ziel und das viele Training einen festen Platz in meiner Freizeit eingenommen. Nach kurzem Überlegen schaffte ich mir Abhilfe durch die Anmeldung beim Karlsruher Badenmarathon und beim Frankfurt-Marathon. Die drei Läufe zeigten mir drei verschiedene Aspekte eines Marathons (Durchkommen, nach Zeitplan laufen, mit Magenproblemen kämpfen) und waren jeder für sich gleichermaßen eine Erfahrung wie auch ein Erlebnis.

Neben diesen drei großen oder besser langen Wettkämpfen gab es aber noch eine Reihe von kürzeren Wettkämpfen, bei denen ich an den Start ging. Im März zum Beispiel meinen ersten Halbmarathon in Kandel, nach dem mir meine Beine höllisch schmerzten sowie verschiedene 10 km Volksläufe in der Region und natürlich der B2RUN Firmenlauf in Karlsruhe, der über die klassischen 5,6 km ausgetragen wird. Im Dezember bekam ich noch zwei verfrühte Weihnachtsgeschenke in Form von neuen persönlichen Bestzeiten über 10 km (44:07) sowie Halbmarathon (1:40). Das macht Lust auf die kommende Frühjahrssaison!

Oh ja, da war ja noch etwas. Im Sommer kaufte ich mir noch mein erstes Rennrad und hatte anfangs auch sehr viel Spaß damit, bis ich allerdings stürzte, dabei nicht schnell genug aus den Klickpedalen herauskam und mir den Ellenbogen brach. Das beendete meine Rennradsaison. Im kommenden Frühling will ich mich aber wieder mit dem Rad versuchen. Diesmal hoffentlich ohne Unfall.

Gelerntes
Was ich in diesem Jahr gelernt habe, lässt sich im wesentlichen auf einen Satz reduzieren: Trainiere mit Verstand und vergiss die Regeneration nicht. Gegen Ende des Jahres habe ich fast jeden Tag traininert und dabei die Regeneration völlig vernachlässigt. Das hat sich dann in Problemen mit meiner Wade geäußert. Ich hatte Glück und nach einigen Tagen Ruhe war wieder alles in Ordnung. So etwas kann aber auch ganz anders ausgehen. Begriffe wie Zerrung oder Muskelfaserriss kommen hier ins Spiel. Darauf habe ich selbstverständlich keine Lust.

Ausblick
Zwei Fixpunkte für 2012 stehen schon fest. Mein Highlight im Frühjahr wird wieder der Marathon in Hamburg sein und für den Herbst habe ich einen Startplatz in Berlin. In Hamburg möchte ich die 3:30 unterbieten, und wenn ich meinen momentanen Trainingszustand so betrachte, dann denke ich das dies möglich sein sollte. Natürlich wird da noch ein wenig Training nötig sein. Was Berlin angeht, so machte ich mir da frühestens nach Hamburg Gedanken über angedachte Zielzeiten. Bisher ist das nur ein fester Termin in meinem Kalender, den ich mit einem kurzen Urlaub in der Hauptstadt verbinden möchte.
Was mich noch reizen würde, wäre der Fidelitas Nachtmarathon, der im Juni in Karlsruhe stattfindet und ein Heimspiel darstellen würde. Würde sich quasi als Heimspiel anbieten. Und ist sicherlich auch eine schöne Abwechslung. Ansonsten werde ich auch 2012 sicherlich wieder bei einigen Volksläufen in der Region an den Start gehen. Ich bin gespannt, wie weit ich in im kommenden Jahr meine 10-km-Zeit verbessern kann. Ich denke nicht, das dieselbe Steigerung wie 2011 möglich ist, da ich mein Training eher auf die längeren Distanzen ausrichte. Aber ein bisschen wird sicher noch drin sein. Ich bin jedenfalls gespannt!

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