2015: Was war, was ist, was kommt

Das Jahr liegt in den letzten Zügen. Und wie bei einem guten Marathon bei Kilometer 38 wünsche ich mir innig, dass es endlich geschafft ist. Geschafft – dieses Wort beschreibt meinen Eindruck der vergangenen zwölf Monate recht gut. 2015 hat mich ganz schön in die Mangel genommen und viele Pläne, die ich hatte, durchkreuzt.

Manchmal kommt es sprichwörtlich anders, als man denkt. Was hatte ich Anfang des Jahres noch für Pläne! Ironman 70.3 im Kraichgau, um endlich eine meine offene Rechnung zu begleichen! Und dann war da ja noch das ganz große Highlight des Jahres, das zugleich den Höhepunkt meines bisherigen sportlichen Lebens markieren sollte: Der Ironman Frankfurt! Abenteuer Langdistanz!

Aber wie so oft steckt das Leben voller Überraschungen. Ich glaube nicht an Glück, Pech oder Schicksal. Für mich gibt es in dieser Hinsicht nur den Zufall, auch wenn wir Menschen da oft nicht gut mit umgehen können. Aber klar, wenn es eine Häufung von eher negativen Zufällen gibt, dann kann man da wohl von Pech sprechen. Wie man es auch immer bezeichnen mag: In meinem Leben gab es in diesem Jahr einige unvorhergesehene Ereignisse, die meine Pläne durchkreuzten und mich dazu zwangen, neue Richtungen einzuschlagen.

Ich habe an dieser Stelle hin und wieder davon berichtet. Es lässt sich alles ganz gut mit privatem Stress und Verletzungspech beschreiben. Es war einfach der Wurm drin. Ich habe im Laufe des Jahres vor allem mental sehr viel dazugelernt. Von dem Augenblick, in dem ich mit Tränen in den Augen entschieden habe, nicht im Kraichgau und in Frankfurt zu starten, hat es eine gewisse Zeit gedauert, bis ich diese Entscheidung auch wirklich verinnerlicht hatte. Neben einer Menge verlorenem Geld in Form der Startgebühren hatte ich ja auch eine beträchtliche Menge an Zeit in die Vorbereitung investiert. Dazu kommt noch das große mentale Loch, in das ich gefallen bin. Frankfurt war mein großes Ziel, das mich über einen langen Zeitraum hinweg motiviert hatte. Mir fehlte mein Nordstern, an dem ich mich orientieren konnte. Ich liebe die Herausforderung, denn sie ist die Quelle meiner Motivation.

Die Zeit half mir aber auch, hier zu regenerieren und neue Ziele zu finden. Auch wenn das vergangene Jahr in vielerlei Hinsicht anstrengend und frustrierend war, habe ich doch auch sehr viel gelernt. Ich glaube, dass wir von allen Erfahrungen, die wir machen, profitieren können. Bei den negativen dauert es eben etwas länger, bis man sie mit etwas Abstand betrachten und seine Erkenntnisse daraus ziehen kann. Aber, wer weis, vielleicht sind diese Erfahrungen am Ende sogar wertvoller.

Mentale Stärke kann man nie genug haben. Vor allem bei den langen Abenteuern wie dem Ultralauf oder dem Langdistanz-Triathlon spielt der Kopf eine entscheidende Rolle. Insofern kann ich in der Zukunft vielleicht davon profitieren.

Im neuen Jahr werde ich daher natürlich wieder in die Hände spucken, trainieren und mich in neue Abenteuer stürzen. Das Kraichgau und Frankfurt werden diesmal nicht auf meiner Liste stehen, aber die Welt bietet schließlich genügend interessante Ziele.

Mein erstes Ziel wird im Februar Fuerteventura für ein zweiwöchiges Trainingslager sein. Trotz des bisher sehr milden Winters freue ich mich auf ein solides Grundlagentraining bei viel Sonne. Und dann? Ich werde meine Wettkampfplanung im kommenden Jahr in den Kalender hier auf der Seite eintragen und vervollständigen. Der Weg wird mich aber auf jeden Fall zum Marathon nach Düsseldorf und Berlin sowie zum Triathlon nach Heilbronn und Regensburg führen.

Ich wünsche euch ein erfolgreiches Jahr 2016 ohne Verletzungen und mit viel Spaß und tollen Finishlines!

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