30. Winterstraßenlauf Bruchhausen – ein entspannter Halbmarathon

Da gibt es diese Wettkämpfe, auf die man monatelang trainiert, um dann an einem bestimmten Tag seine Topform zu haben und eine Höchstleistung zu bringen. Bei mir war der Hamburg Marathon im Frühjahr so ein Wettkampf. Ich hatte insgesamt sechs Monate hart trainiert und konnte meine persönliche Bestzeit um rund 30 Minuten verbessern.

Dann gibt es aber auch eine andere Art von Wettkämpfen: diejenigen, die man nur so zum Spaß bzw. zum Training läuft. Ohne spezielle Vorbereitung und ohne spezifisches Zeitziel. In die letzte Kategorie passt mein Halbmarathon vom letzten Samstag. Die Voraussetzungen waren ideal: am Abend zuvor fand die Weihnachtsfeier in meiner Firma statt. Nun ja, als alter Asket fiel es mir zumindest nicht sehr schwer, auf übermäßigen Alkoholgenuss zu verzichten. Trotzdem war ich recht kaputt, als ich weit nach Mitternacht ins Bett fiel.

Was für ein Glück, das der Startschuss am nächsten Tag erst um 14:30 angesetzt war. Mit keinem idealen Wettkampffrühstück, aber einem guten Gefühl im Körper traf ich mich kurz vor dem Start mit einem Laufkumpanen zum Nachmelden. Es sollte nämlich eine Premiere für mich werden: mein erster gemeinsamer Wettkampf. Bisher bin ich immer nur für mich alleine gelaufen. Unsere Vorgabe war „locker“, was schnell zu einem Schnitt von 4:30 min auf den km wurde. Also schön, das passt. Wenn es zu schnell wird, dann kann man ja immer noch Tempo rausnehmen. Denn das ist ja nur alles Spaß, es geht ja um nichts.

Wie üblich waren die ersten Kilometer zu schnell, so dass der sechste Kilometer der erste war, der dann auch wirklich in 4:30 min gelaufen wurde. Aber es ging einfach locker vom Bein, da macht man ja nicht langsamer. Vor allem, wenn es um nichts geht. Bis km 17 pendelte die Pace dann um die 4:30 min auf den km herum. Mal etwas schneller, mal etwas langsamer. Und dann merkte ich, das ich meinen Laufkameraden hinter mir gelassen hatte. Später erfuhr ich, dass er einen Hungerast hatte und eine Gehpause einlegen musste. Ich drückte aber noch einmal auf das Tempo und bewegte meine Kilometerzeiten weiter in Richtung 4:20 min, so dass ich nach insgesamt 1:34:03h im Ziel war.

Im Nachhinein habe ich realisiert, das diese Zeit nur 12 Sekunden langsamer als meine aktuelle persönliche Bestzeit im Halbmarathon ist. Wenn ich dann noch weiter überlege, dass ich derzeit eigentlich nur meine Grundlagenausdauer trainiere und im November recht moderate Umfänge hatte, stimmt mich das sehr zuversichtlich auf einen schnellen Halbmarathon im kommenden Frühjahr. In Kandel im März möchte ich mich der 1:30h Schallmauer stellen und ich glaube, das ich das schaffen kann.

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