Das war 2018

In den letzten Wochen war es etwas ruhiger im Blog. Wie so oft, gab es neben dem Sport auch noch andere Dinge, die ihre Zeit gefordert haben. Auf der anderen Seite gab es bei mir sportlich auch nicht so viele spannende Dinge, die sich als Artikel geeignet hätten. Klar, die Klassiker

  • Goodbye Langeweile: So peppst du dein Rollentraining mit Zwift auf
  • Es werde Licht: Dank China-Lampe auch in der dunklen Jahreszeit alles sehen
  • 10 Tips für das Laufen im Herbst und Winter

wären sicher gut angekommen und ich hatte die Entwürfe auch schon fertig. Aber dann dachte ich mir, dass ausgeliutschte Themen nicht besser werden, nur weil sie immer und immer wiederholt werden. Vielleicht ja nächstes Jahr wieder…

Sportlich betrachtet war das Jahr wirklich sehr toll. Ich bin von Erkrankungen verschont geblieben und hatte lediglich im November eine hartnäckige Sehnenreizung im Fuß, die mich für ein paar Wochen beim Laufen einschränkte. Aber ein abwechslungsreiches Triathlontraining bietet in solchen Fällen zum Glück genügend Möglichkeiten, damit es nicht Langweilig wird. Neben den ganzen Ambitionen und Zielen, die man immer im Kopf hat, ist die Gesundheit am Ende doch das Wichtigste. Ich bin  sehr dankbar für mein robustes Immunsystem und die Vernunft von meinem Coach und mir (im Verhältnis 2/3 zu 1/3). Denn obwohl ich 2018 viel trainiert habe, habe ich im Zweifel wenn irgendwas gezwickt hat oder ich mich auch mal mental nicht fit gefühlt habe, lieber nichts gemacht, als etwas mit der Brechstange zu erzwingen.

Aber natürlich habe ich auch in 2018 keinen Gesundheitssport gemacht. Ich wollte eine Menge Spaß haben, meinem Bewegungsdrang nachkommen und vor allem bei meinen beiden Highlights im Kraichgau und in Klagenfurt neue Bestzeiten erreichen. Und im Rückblick kann ich zufrieden sagen, dass dieser Plan aufgegangen ist. Neben den persönlichen Bestleistungen waren mein Heimrennen im Kraichgau und die Langdistanz am wunderschönen Wörthersee vor allem richtig vom Gefühl her richtig gut. Natürlich tut so ein Rennen irgendwann weh und natürlich nimmt mit der Dauer auch die mentale Belastung zu. Aber ich beide Male durchgehend das Gefühl, dass ich die Oberhand habe und einfach richtig gut im Flow bin. Eine tolle Erfahrung, die ich unbedingt im neuen Jahr wieder erleben möchte.

Nach Klagenfurt ging es dann erstmal zur Regeneration und Kalorienkompensation für rund drei Wochen in die USA und nach Kanada. Training stand in dieser Zeit nicht auf dem Plan und das war auch sehr gut so. Nach der Langdistanz tat das gut. Die körperlichen Aktivitäten beschränkten sich auf einarmiges Reißen (Halbliterklasse), Spazieren, Wandern und zwei kurze und sehr lockere Läufe.

Zurück in Deutschland war dann auch wieder die Lust am Sport zurück. Und das war auch ganz gut so, denn schließlich standen noch drei Rennen an. Zunächst ging es einmal in der Heimat und einmal im Allgäu über die Olympische Distanz an den Start. Das Wochenende im Allgäu bedeutete auch ein Wiedersehen mit einigen Freunden. Triathlon verbindet eben. Das persönliche Saisonfinale fand dann im September auf Rügen statt. Den dortigen Ironman 70.3 wollte ich schon seit einigen Jahren machen und ich bin froh, dass es 2018 endlich geklappt hat, denn so wie es momentan aussieht, wird dieses Rennen nicht fortgesetzt.

Wie bereits 2017 lies ich das Jahr auf Lanzarote ausklingen. Kann man bei zwei Mal schon von einer Tradition sprechen? Nun ja, irgendwie muss eine Tradition ja begründet werden. Für mich war das ein schöner Ausklang von einem tollen Jahr.

20172018
Schwimmen212 km249 km
Bike7803 km8028 km
Indoor Bike35 h55 h
Laufen1773 km1695 km
Stabi36 h70 h
Gesamt649 h703 h

Der Gesamtaufwand hat sich nicht sehr stark gesteigert. Die 700 Stunden konnte ich gut in meinem Alltag unterbringen, ohne deswegen auf andere Dinge verzichten zu müssen. Im kommenden Jahr möchte ich das auch nicht ändern. Und ganz ehrlich: Das ist auch eine ganze Menge. Ich glaube, dass es bei mir noch genügend Möglichkeiten gibt, um die Qualität des Trainings zu steigern, ohne die Umfänge zu erhöhen. Worauf ich stolz bin, ist die Verdopplung meiner Stabi-Einheiten. Ich musste mich da lange vor allem über mein Pflichtbewusstsein motivieren. Aber irgendwann gewöhnt man sich an alles und heute bin ich froh darüber. Dank Zwift und Netflix bin ich im letzten Jahr auch ein paar Stunden länger auf der Rolle gesessen. Wirklich viel Spaß hat es dennoch nicht gemacht. Aber bei kürzeren Einheiten bis zu 90 Minuten kann ich mich mittlerweile gut aufraffen. Lange Runden von zwei oder drei Stunden sind aber immer noch eine mentale Herausforderung.

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