Die erste Woche #strafi50 ist geschafft

Heute ist der siebte Tag meiner #strafi50 Challenge und ich möchte kurz einige Gedanken dazu festhalten. Was ist in der Woche bei mir passiert und wie geht es jetzt weiter?

Keine Süßigkeiten
Heute ist tatsächlich der siebte Tag in Folge, an dem ich keine Süßigkeiten und keine Produkte mit zugesetztem Zucker zu mir genommen habe. Manche Lebensmittel enthalten natürlich von Natur aus Zucker (Fruchtzucker in Obst z.B.), aber darum ging es mir ja nicht. Die ersten Tage waren verdammt hart, und meine Gedanken schweiften recht oft zu Schokolade und Co. ab. Das wurde auch nicht leichter, als es im Büro gleich zweimal Kuchen gab. Ab dem vierten Tag ging es dann aber ganz gut und heute an Tag sieben geht es sogar sehr gut. Ich glaube, dass mir diese Woche geholfen hat, Süßigkeiten wieder als das zu sehen, was sie sein sollten: als etwas Besonderes. Ich freue mich schon auf das erste Stückchen Schokolade, das in meinem Mund schmelzen wird und ich glaube, dass es besser schmecken wird als jede Schokolade, die ich zuvor gegessen habe. Ich werde sie nämlich ganz bewusst genießen und nicht einfach nur essen. Das ist übrigens ganz anders, als ich mir das anfangs vorgestellt habe. Ich dachte eigentlich, dass ich mich die ganze Woche über quälen würde, und vertraute ganz auf meinen gestählten Willen, um den Zuckerentzug durchzustehen. Aber irgendwie ist diese Lust, einfach etwas Süßes zu essen zumindest momentan verschwunden. Gleichwohl ist mir völlig bewusst, dass ein gutes Stück Kuchen immer noch etwas sehr leckeres ist. Ich bin gespannt, wie sich das in den nächsten Wochen weiterentwickeln wird.

Mittagessen jeden Tag ins Büro mitnehmen
Ich habe in der zurückliegenden Woche jeden Tag drei Mahlzeiten zu mir genommen. Wer mich kennt, wird merken, dass da mehr als nur mein zweites Frühstück fehlt. Bisher sah meine Ernährung so aus:

  • kleines Müsli vor dem Frühsport
  • großes Müsli nach dem Frühsport
  • Obst am Vormittag
  • Mittagessen (Salat, Snack vom Bäcker, Rest vom Vortag)
  • Obst oder Snack vom Bäcker am Nachmittag
  • Abendessen (meist etwas Warmes)
  • Snacks (Schokolade, etc.)

Meine persönliche Motivation in der #strafi50 Challenge ist es aber, meine Gewohnheiten infrage zu stellen und so etwas über mich selbst zu lernen. Daher habe ich meine Ernährung in der vergangenen Woche kurzerhand komplett auf den Kopf gestellt. Das sah dann so aus:

  • Müsli (Haferflocken, Chia, getrocknete Beeren) nach dem Frühsport
  • Mittagessen (Salat mit z.B. Tofu oder einen Rest vom Vortag), Obst als Nachtisch
  • Abendessen (frisch gekocht, z.B. Nudeln, Couscous mit Gemüse oder Salat), Obst als Nachtisch

Beim Abendessen richtete ich mich nach dem, was ich zu Mittag hatte. Ich wollte einmal am Tag eine warme Mahlzeit mit einer kohlenhydrathaltigen Komponente wie z.B. Couscous oder Nudeln haben. In der Regel gab es diese warme Mahlzeit aber am Abend, während ich mittags einen großen Salat mit einer proteinhaltigen Beilage wie z.B. Tofu aß.
Bis auf eine Ausnahme brachte ich mir mein Mittagessen auch jeden Tag ins Büro mit. Die Ausnahme bildete ein Tag, an dem ich mein Mittagessen in einem Restaurant einnahm (Gnocchi mit Tomatensauce).

Ich hatte im Vorfeld die Befürchtung, das mir aufgrund meines Sportpensums die Energie fehlen würde, aber das stellte sich als Irrtum heraus. Bei keiner Trainingseinheit fehlte die Kraft. Zur Sicherheit hatte ich aber immer einen Sportriegel und ein Gel griffbereit. Im letzten Jahr habe ich mal einen ordentlichen Hungerast erlebt und seit dem bin ich in dieser Hinsicht vorsichtig geworden.

Ich habe hier im Übrigen eine weitere, für mich sehr interessante Beobachtung gemacht: Vor manchen Trainingseinheiten am Abend verspürte ich einen leichten Hunger. Diese Art, die einen zu einem kleinen Snack oder einer Süßigkeit greifen lässt. Als ich dann aber mit dem Training begann, verschwand das Hungergefühl sehr schnell. Meinen Appetit nach dem abendlichen Training war für meine Verhältnisse normal und nicht größer als sonst. Es war also kein Problem, dass es nach dem Sport noch eine Weile dauerte, bis das Abendessen auf dem Tisch stand.

Für mich sind das in erster Linie sehr interessante Beobachtungen, die ich noch nicht so recht einordnen kann und die ich daher in den kommenden Wochen aufmerksam beobachten werde.

Tee statt Cappuccino
Bei mir im Büro steht ein Kaffeevollautomat, der auf Wunsch zahlreiche Kaffeespezialitäten zaubert. Bisher habe täglich sehr oft davon Gebrauch gemacht. In meiner ersten #strafi50 Woche ich nun auf den Kaffee im Büro verzichten und stattdessen Tee trinken. Dadurch stieg ein täglicher Konsum an Tee von 2-3 Tassen auf 2-3 Liter an. Hauptsächlich handelte es sich dabei um Grüntee, den ich auch sonst fast ausschließlich trinke. Geschadet hat es mir bisher nicht und was ich noch interessanter finde: Mir hat nichts gefehlt, ganz im Gegenteil.

Fazit nach der ersten Woche
Die gefühlten Resultate nach der ersten Woche sind klasse und teilweise völlig unerwartet. Die Entzugserscheinungen nach dem Zucker und den Süßigkeiten waren an den ersten Tagen zwar sehr hart, heute spüre ich davon allerdings nichts mehr. Die Umstellung meiner Ernährung auf drei Mahlzeiten am Tag hatte ich mir auch viel anstrengender vorgestellt. Man sollte öfter seine Gewohnheiten hinterfragen und einfach mal etwas Neues ausprobieren. Große Dinge entstanden doch schon immer aus Veränderungen, oder?

Ausblick auf die zweite Woche
In der kommenden Woche möchte ich die meine Erkenntnisse nutzen und die Beobachtungen an mir selbst weiter vertiefen. Daher verfeinere ich meine bestehenden Vorsätze und ergänze sie noch um den Verzicht auf tierische Proteine unter der Woche. Das wird mir aber nicht schwerfallen, da ich mich derzeit sowieso sehr stark vegan ernähre und das einige tierische Produkt auf meinem Speiseplan hin und wieder Käse ist. Den Zuckerverzicht möchte ich am Wochenende lockern, um ganz bewusst etwas Süßes genießen zu können.

  • Kein Zucker unter der Woche
  • Drei Mahlzeiten am Tag, davon eine ohne Kohlenhydrate
  • Tagsüber nur Wasser und Tee als Getränk
  • Keine tierischen Proteine unter der Woche
  • Ausnahmen am Wochenende, dabei soll aber Genuss im Vordergrund stehen

Am nächsten Sonntag findet mit dem Bienwald Halbmarathon übrigens mein erstes Highlight des Jahres statt. Ich bin gespannt, ob die Zucker-Enthaltsamkeit zu einem besseren Effekt beim Konsum der Gels im Rennen beiträgt. Ich werde berichten! Außerdem sammle ich immer noch fleißig Informationen und Rezepte für meine geplante Rohkostwoche, die ich nach Ostern einlegen will.

Eines noch: Das oben erwähnte Stücken Schokolade gibt es genau jetzt.

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