Drei Dinge, die ich in keinem Trainingslager mehr vergessen möchte

Der Carbonrenner ist gut verpackt und der Radkoffer geht endlich zu. Das Trainingslager kann kommen und man überlegt nochmal scharf, ob man auch an wirklich an alles gedacht hat. Ich bin auch ein großer Freund von Pack- und Checklisten und verwende erprobte Exemplare für meine Urlaube, Trainingslager und Wettkämpfe.

Bei meinen letzten Sportreisen habe ich mit einigen Dingen ganz gute Erfahrungen gemacht, die man intuitiv vielleicht nicht auf eine Packliste schreiben würde. Meine persönliche Top 3 der Dinge, die man im Trainingslager dabei haben sollte und an die man vielleicht nicht unbedingt denkt. Vor allem, wenn es das erste Trainingslager ist.

1. Wäscheklammern

Wer viel trainiert hat auch einen erhöhten Verbrauch an frischer Kleidung. Klar, man trifft in jedem Trainingslager diesen einen Typen, der konsequent jeden Tag mit den gleichen Sachen auf Tour ist. Das mag spannend sein, wenn man sich für die Bildung von Salzkristallen interessiert. Ich nehme normal zwei Garnituren mit, die ich im Wechsel trage und dann jeden Abend nach Gebrauch kurz mit etwas Handwaschmittel auf dem Zimmer auswasche. Und wenn man dann noch ein paar Wäscheklammern zur Hand hat, kann man die nassen Sachen in der Regel auch immer irgendwo zum Trocknen aufhängen. In manchen Hotels hat man einen Wäschestander auf dem Balkon. Perfekt! Aber auch hier sind Wäscheklammern äußerst nützlich, damit die Sachen anständig trocknen und nicht vom Wind hinfortgeweht werden. Ist mir zum Beispiel mal auf Fuerteventura passiert. Muss lustig ausgesehen haben, wie ich da im Nachgang überall meine Sachen eingesammelt habe.

2. Mehrfachsteckdose

Das Problem ist immer dasselbe: zu wenige Steckdosen. Im Trainingslager komme ich mit Handy, Forerunner und Edge auf drei Geräte, die in der Nacht nach Strom verlangen. Da überschreitet man schnell die Kapazitätsgrenzen der Steckdosenausstattung eines durchschnittlichen Hotelzimmers. Und wenn man jetzt noch eine Action Cam und ein iPad dabei hat, wird es schwierig. Ist man zu zweit im Doppelzimmer abgestiegen, bedeutet dies in der Regel übrigens nicht, dass es doppelt so viele Steckdosen gibt – aber wahrscheinlich doppelt so viele Geräte. Wer sich an dieser Stelle ein logistisches Intervalltraining am 230 V-Netz sparen möchte, ist mit einer Mehrfachsteckdose bestens ausgerüstet. Die habe ich mittlerweile übrigens in jedem Urlaub im Koffer.

3. Vaseline

Ich mag es, wenn die Dinge einfach sind. Vaseline ist so ein einfaches Ding. Billig, ergiebig und unheimlich vielseitig. Klar, man kann sich irgendeine spezielle Creme kaufen, um all die empfindlichen Stellen im Schritt vor zuviel Reibung auf langen Radtouren zu schützen. Da gibt es sicher allerlei mit tollem Duft, schönen Farben und einer Menge Zusatznutzen. Ich bin jetzt allerdings schon tausende von Kilometern mit Vaseline im Schritt gefahren ohne jemals ein Problem damit zu bekommen. Auch wenn spezielle Produkte vielleicht irgendwo besser sind, fehlt mir momentan einfach ein Problem, dass ich damit lösen wollte.

Außerdem lässt sich Vaseline noch für weitere Zwecke verwenden. Beispielsweise bei leichten Schürfwunden, um die Heilung zu beschleunigen. Praktisch, wenn man beim Trailrunning auf Lanzarote einen (ungeplanten) Salto macht und unsanft auf dem Rücken landet.

Beim Freiwasserschwimmen im Neo verhindert etwas Vaseline am Hals unschöne Scheuerstellen. Ja, ich weiß, dass davon abgeraten wird, weil Vaseline anscheinen den Neoprenanzug schädigt. Aber hey, ich mache das seit 2013 und die einzigen Schäden an meinem Neo stammen vom unsanften Ausziehen im Wettkampf und meinen Fingernägeln. Hier kommt es vielleicht auch darauf an, wie häufig man mit dem Anzug schwimmt. Ich mache das, wenn das Wetter stimmt vielleicht einmal in der Woche. Bei häufigerem Gebrauch ist der Schaden durch die Vaseline vielleicht größer als der allgemeine Verschleiß des Anzugs.

Fazit

Darüber hinaus gibt es natürlich noch eine Menge andere Sachen und vieles ist sehr individuell. Aber beim Trainingslager gilt genau wie bei jedem anderen Urlaub: Wahrscheinlich packt man viel zu viel ein, vor allem Klamotten. Wirklich wichtige Dinge wie Ausweis, Geld/Karten und seine Radschuhe wird man eher nicht vergessen. Und Kleinigkeiten kann man sich in der Regel auch vor Ort besorgen. Mittlerweile bekommt man auch so exotische Dinge wie CR3032 Batterien für Gamrin HR Gurte fast überall.

Spannend finde ich auch, auf was man alles verzichten kann. Die letzten beiden Male habe ich beispielsweise keine Dosen mit ISO Pulver mehr mitgeschleppt, sondern mit meine Radflaschen mit einer Mischung aus Wasser, Salz und Saft oder Cola gefüllt. Hat auch wunderbar funktioniert.

Was sind deine unverzichtbaren Dinge im Trainingslager?

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