Ein Marathon geht immer, oder?

Und plötzlich ist der große Tag ganz nah. Hatte man nicht noch eben noch einen kompletten 12-Wochen-Plan von sich? Steht nächste Woche wirklich schon der große Tag an, an dem man den Marathon laufen soll? Gefühlt ist der Tag des Rennens die meiste Zeit ziemlich weit weg, nur um dann scheinbar ohne Vorwarnung auf einmal wie aus dem Nichts aufzutauchen. Zu allem Unglück bestehen die letzten beiden Wochen des Trainings auch noch aus diesem verflixten Tapering, das ein reduziertes Training mitbringt und einen damit quasi zum Nichtstun zwingt!

Genau so ging es mir damals vor meinem ersten Training und ich vermute, dass es so manchem anderen Novizen genauso geht. Das ist auch völlig normal. Die Entscheidung, den ersten Marathon zu laufen ist eine mutiger und der Schritt in ein Abenteuer, in dem man viel lernt. Vor allem über sich selbst und das ungeahnte Maß an Disziplin und Leidensfähigkeit, dass in einem steckt. Und diese bisher unbekannten Faibles für enganliegende und neonfarbene Sportkleidung.

Wenn man einige Marathons hinter sich hat, geht man entspannter an die Sache heran. Man weiß schließlich, was einen erwartet. Ob das gut oder schlecht ist, sei einmal dahingestellt. Zusammen mit rund 40000 anderen will ich nächste Woche in Berlin einen Marathon laufen. Meine Vorbereitung darauf war weder fokussiert noch besonders strukturiert. Nach einer Verletzung im Mai und der damit verbunden Zwangspause bin ich erst wieder im Juli sachte ins Training eingestiegen. So ganz ohne strengen Plan und ohne Druck. Erwartungsgemäß ging das am Anfang nur sehr mühsam, aber im Laufe der Wochen kamen dann doch Ausdauer und Kraft zurück. Und ein kleines Bisschen Geschwindigkeit.

Ich glaube, dass ich kommende Woche irgendwas zwischen 3:25 und 3:40 laufen kann. Je nachdem, wie das Wetter, die Tagesform und meine Leidensbereitschaft sind. Egal, was für eine Zeit am Ende auf der Uhr steht: Ich freue mich schon heute darauf, nette Leute in Berlin zu treffen, durch das Brandenburger Tor zu laufen und ein kühles Bier im Ziel zu trinken.

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