Es werde Licht

Die kalte und dunkle Jahreszeit steht bevor. Für alle mit klassischen Arbeitszeiten bedeutet dies, dass man unter der Woche nur noch in der Dunkelheit laufen gehen kann. Ein wenig Licht braucht man aber natürlich. Als Lösung bietet sich zum einen das Laufen auf beleuchteten Wegen innerhalb der Stadt oder der Kauf einer Stirnlampe an.

Da ich nicht so gerne innerhalb der Stadt von Ampel zu Ampel laufe, habe ich mir letztes Jahr eine günstige Stirnleuchte von Sigma gekauft. Diese war vom Preis-/ Leistungsverhältnis in Ordnung, aber eben nicht besonders hell. Nachdem jetzt aber schon mein zweiter Läuferherbst vor der Tür steht, habe ich mich nach einem Nachfolger für meine alte Sigma umgesehen.

Nach einigen Recherchen blieben auf meiner Shortlist noch die Petzl MYO und die LEDLenser H7R übrig. Qualitativ sicherlich zwei hochwertige Produkte. Letztendlich entschied ich mich für die H7R, da ich seit ein paar Jahren eine LEDLenser Taschenlampe besitze mit der ich sehr zufrieden bin.

Erster Eindruck
Die H7R unterscheidet sich auf den ersten Blick grundlegend von meiner alten Stirnlampe. Die Akkus für die Lampe befinden sich nämlich in einer separaten Box, die gegenüber der eigentlichen Lampe am Stirnband befestigt ist. In der Praxis bedeutet dies, dass man beim Tragen an der Stirn die Lampe und am Hinterkopf den Akkupack trägt. Die Lampe besitzt drei Regler. An der Leuchte befindet sich ein Taster, mit dem man die Leute an- und wieder ausschalten kann sowie ein Regler für den Fokus. Damit kann man den Lichtstrahl entweder scharf fokussieren oder breit fächern. Am Akkupack befindet sich ein kleiner, aber gut zu bedienender Hebel, mit dem man die Leuchtkraft regeln kann. Beide Elemente sind über ein Kabel verbunden. An diesem Kabel befindet sich auch die Buchse für das Ladegerät. Das Textilstirnband ist größenverstellbar.

Im Einsatz
Ich konnte die H7R bisher bei einigen Nachtläufen einsetzen. Im direkten Vergleich zu meiner alten Stirnleuchte fällt die größere Helligkeit auf. Auf voller Stärke reicht mir die Helligkeit aus, um die Weg vor mir und eventuelle Hindernisse zu erkennen. Konzentriert sein muss man aber dennoch, vor allem wenn man in unwegsamen Gelände unterwegs ist.
Vom Traggefühl her ist die H7R klasse, denn ich spüre sie beim Laufen fast nicht. Es scheint mir, als ob die gegenüber angeordneten Komponenten (Leuchte und Akkupack) sich ausbalancieren und so für einen festen Sitz auf dem Kopf sorgen.
Während des Laufens habe ich nicht viel verstellt. Die Leuchtstärke lies ich eigentlich immer auf voller Kraft, nur wenn mir jemand entgegenkam regelte ich gelegentlich herunter, um nicht zu blenden. Eigentlich war das aber nur eine Spielerei, wenn den selben Effekt kann man auch erzielen, wenn man den Kopf zur Seite neigt.
Das Selbe gilt für den Fokus. Bei meiner LEDLenser Taschenlampe verstelle ich den Fokus oft, wenn ich beispielsweise irgendwelche Details besser beleuchten will. Beim Laufen möchte aber ich zumindest nur den Weg vor mir sehen. Daher hatte ich während des Laufens auch nicht das Bedürfnis, den Fokus der Lampe zu verstellen. Eine anfangs eingestellte, recht breite Streuung reichte für meine Bedürfnisse völlig aus. Das mag natürlich ganz anders sein, wenn man die Lampe beispielsweise beim Geocaching oder für sonstige Zwecke einsetzt.
Für die letzte Einstellmöglichkeit gilt das selbe. Man kann die eigentliche Leuchte nach vorne neigen. Hier habe jeweils am Anfang eines Laufs eine Einstellung gewählt, die den Weg vor mir gut ausleuchtet. Während des Laufens behielt ich diese Einstellung bei. Diese Einstellungsmöglichkeit finde ich aber sehr gut, da man dadurch den Hals entlasten kann und nicht ständig den Kopf neigen muss, um den Weg optimal auszuleuchten.

Fazit
Die LEDLenser H7R kostet im Handel knapp 60,- Euro. Für weniger Geld bekommt man sicherlich auch gute Stirnlampen. Dennoch finde ich, dass die Lampe ihr Geld wert ist. Ein angenehmes Traggefühl kombiniert mit einer ausreichenden Leuchtkraft ist alles, was ich in der dunklen Jahreszeit von einer Lampe brauche und das bietet mir die H7R. Leider kann ich bisher nichts über die maximale Leuchtdauer sagen. In verschiedenen Quellen liest man aber, dass es wohl 2-3 Stunden sein sollen. Für meine abendlichen Trainingsläufe reicht das aus. Bei einem längerem Nachtlauf, beispielsweise einem Nachtmarathon wird das aber knapp, zumindest bei mir. Als Lösung könnte man aber beispielsweise Ersatzakkus mitführen. Oder mehr trainieren 😉 Wer die Lampe im Einsatz sehen möchte findet auf YouTube ein paar interessante Videos.

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