Hardtwaldlauf 2015

Jeden Oktober lockt der Hardtwaldlauf in Karlsruhe. Die schnelle Strecke und die familiäre Atmosphäre haben mich in den letzten Jahren schon ein paar Mal teilnehmen lassen. Aktuell befinde ich mich in der zweiten Woche meines Trainingsplans und da war es an der Zeit, eine Bestandsaufnahme durchzuführen. Den Trailmarathon vom vergangenen Wochenende hatte ich gut verdaut (ich konnte seit Mittwoch wieder normal trainieren) und so beschloss ich kurzfristig, am Sonntag um 10 Uhr am Start zu sein.

Es fiel mir vor dem Start schwer, ein konkretes Ziel zu formulieren. Beim Ettlinger Altstadtlauf im Juni war ich noch eine 43:21 gelaufen. Das traute ich mir heute allerdings nicht zu. Seit Juni hatte ich kein erwähnenswertes Tempotraining und eigentlich auch sonst nur recht wenig strukturiertes Training hinter mich gebracht. Aber es ging ja nicht um neue Rekorde, sondern darum, die aktuelle Leistung zu bestimmen. Ich setzte mir daher die 45 Minuten als Ziel, das ich unbedingt packen wollte, und lief optimistisch mit einem Schnitt von 4:20 min/km los.

Der Lauf war dann genau so, wie man sich einen 10 km Volkslauf vorstellt. Auf den ersten 500 Metern etwas Gedränge und dann endlich freie Bahn, um die eigene Geschwindigkeit zu laufen. Bei einem 10er bedeutet das, dass es spätestens nach der ersten Hälfte unangenehm anstrengend wird. Ich schaffte es aber diesmal recht gut, sämtliche Gedanken über den Sinn und das Aufhören zu vertreiben und mich einfach nur auf dem Lauf, meine Atmung und meine Körperhaltung zu konzentrieren. Anstrengend war es aber dennoch.

Nach 43:41 min erreichte ich das Ziel und war über diese Zeit sehr positiv überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass ich bis auf 20 Sekunden an die Zeit aus dem Juni herankomme. Mich motiviert das sehr und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten 10er, den es Mitte Dezember bei der Winterlaufserie gibt. Bis dahin muss noch etwas drin sein. Ich würde zumindest gerne wieder eine 41er Zeit laufen. Das wäre ein toller Abschluss für dieses Jahr.

Großartig war übrigens auch meine Frau. Sie lief heute ihren ersten Wettkampf seit acht Monaten (lange Verletzungspause). Nach nur wenigen Wochen Training konnte sie heute 47:09 min laufen und damit beinahe ihre alte Bestleistung übertreffen. Nebenbei reichte das auch noch für den dritten Platz in ihrer Altersklasse. Es ist wirklich schön, so ein tolles Comeback mitzuerleben.

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