Heidesee Triathlon 2016

Eine Generalprobe ist eine gute Sache. Man kann ohne Risiko noch ein letztes Mal unter echten Bedingungen üben und im besten Fall mit einem guten Gefühl am Ende herausgehen. Meine Generalprobe für den Ironman Lanzarote gab es am letzten Wochenende in Forst. Dort fand der Heidesee-Triathlon statt, bei dem ich diesmal zum insgesamt dritten Mal am Start stand.

Zugegeben, die Distanzen waren im Vergleich zu meinem anstehenden Kanarenabenteuer natürlich im homöopathischen Bereich. Aber mein Ziel lag in einer Generalprobe der Abläufe und nicht in einem Test meiner Ausdauer. Die angebotene Kurzdistanz bestand aus 1000m Schwimmen im See, 32 km relativ flacher Radstrecke und einem anschließenden Lauf über 7,4 km. Meine größte Sorge war im Vorfeld die erste Disziplin, denn eine Woche vor dem Start lag die Temperatur noch bei frischen 13 Grad Celsius. Das ist sogar im Neo kalt. Aber Jammern half natürlich nichts. Glücklicherweise entwickelte sich das Wetter in großen Schritten in Richtung Sommer, sodass wir am Wettkampftag mit guten 17 Grad Wasser- und 26 Grad Lufttemperatur begrüßt wurde. Herrlich und fast schon wie auf Lanzarote. Perfekt für eine Generalprobe.

Das Schwimmen lief ganz gut. Am Anfang wurde etwas gedrängelt, aber nach vielleicht zweihundert Metern hatte sich das Feld schon soweit entzerrt, dass relativ entspannt geschwommen werden konnte. Nachdem ich die erste Boje passiert hatte, spürte ich, dass sich mein Transponder gelöst hatte und an meinem Knöchel baumelte. Das war mal etwas Neues. Ich tastete mir dem anderen Fuß und überzeugte mich, dass das gute Stück dennoch fest genug saß und keine Gefahr eines Verlustes drohte. Also weiter. Mein größtes Problem war mal wieder die Orientierung. Ich hatte am Ende über 1200m auf der Uhr und das entspricht auch in etwa meinem Gefühl. Aber was solls, Hauptsache gut durchgekommen und die 20:50 min sind für mir sehr okay. Das Rennen wird schließlich nicht in der ersten Disziplin gewonnen.

Der Wechsel ging soweit gut von der Hand. Bevor ich aufs Rad stieg, zog ich allerdings  den Klett vom Transponder nochmal fest. Während ich mit Radschuhen an den Füßen mein Bike aus der Wechselzone schob, dachte ich wieder einmal an die coole Variante mit bereits eingeklickten Schuhen nach. Als ich in diesem Gedanken bei dem Punkt angelangt war, an dem man auf das Rad springt und die Schuhe dann auf dem Rad anzieht, fiel mir auf einmal wieder ein, dass diese eine Minute mehr Wechselzeit gar nicht so relevant ist. Okay, vielleicht liegt es auch ein wenig daran, dass ich beim Versuch, athletisch auf mein Bike zu springen, im letzten Jahr beinahe auf der Fresse gelandet bin. Die 2:45 min sind sicher noch verbesserbar, vor allem auf den kurzen Distanzen trägt die Zeit halt stark zum Endergebnis bei.

Auf dem Bike lief es dann wie erwartet gut. Ich wollte für mich im grünen Bereich bleiben und keinen zu hohen Puls bekommen. Die Strecke bestand aus drei Runden mit je zwei Wendepunkten, von denen einer für meinen Geschmack eine Idee zu eng war. Aber was solls. Die Zeit verging schnell, sodass ich nach 50:14 min wieder in der Wechselzone war.

Bike abstellen, Helm ab, Schuhe wechseln. Klingt nach wenig, ist im Prinzip auch nicht sehr viel. Keine Ahnung, warum ich dafür tatsächlich 2:05 min gebraucht habe.

Auf der Laufstrecke war es am Nachmittag schön warm, aber das gehört zu einem Triathlon dazu. Wenn mein Körper ein paar Tage zur Akklimatisierung hatte, komme ich eigentlich gut mit hohen Temperaturen zurecht. Richtige Probleme habe ich eigentlich nur bei einem kurzfristigen Wechsel von kühlen auf heiße Temperaturen, wie man es in Deutschland leider öfter hat. Aber diesmal war alles super. Die Tage vor dem Wettkampf waren bereits schön warm. Die Strecke führte über drei Runden teilweise durch den Wald und teilweise durch die Naherholungsanlage am See. Der Untergrund war teilweise uneben, sodass man stets aufmerksam sein musste. Ich lief relativ konstant durch und achtete dabei darauf, dass es sich gut anfühlt. Nach 32:28 min auf der Laufstrecke 1:48:24 h insgesamt erreichte ich das Ziel. Für mich war das eine gelungener Triathlon.

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