Hoffnungslauf Bruchsal 2018

Wer tut denn nicht gerne etwas Gutes? Und wenn es dann auch noch so einfach ist, dass man lediglich an einem Lauf teilnehmen muss, dann gibts es eigentlich keine Ausreden. Am vergangenen Samstag fand zum 21. Mal der Hoffnungslauf in Bruchsal statt. Die Wohltätigkeitsveranstaltung wird von der örtlichen Caritas organisiert und ich habe bereits vor zwei Jahren daran teilgekommen.

Das Konzept dahinter ist einfach. Für das Startgeld von sieben Euro hat man 3,5 Stunden Zeit, auf dem 3,7 km langen Rundkurs in der Stadt so viele Runden wie möglich zu laufen. Pro absolvierter Runde gibt ein Rundenbändchen (aka Haargummi). Am Ende bezahlen einige Sponsoren pro gelaufener Runde einen kleinen Betrag, der sich natürlich bei sehr vielen Runden zu einer hübschen Summe aufsummiert, mit der die Caritas etwas gutes tun kann.

Obwohl es immer eine Handvoll ambitionierte Läufer gibt, die im Zeitlimit auch mal einen Ultramarathon laufen, liegt der Fokus eindeutig darauf, möglichst viele Teilnehmer anzusprechen und sich nicht auf ein klassisches Läuferpublikum zu fokussieren. Und das ist dieses Jahr eindeutlich wieder gelungen. Natürlich waren unter den 3863 Teilnehmern viele, die regelmäßig in Funktionskleidung durch die Gegend laufen. Aber eben auch viele andere, die sich für den guten Zweck laufend, walkend oder gehend auf den Weg gemacht hatten. Durch dieses starke Leistungsgefälle und die recht kurzen Runden gab es vor allem am Anfang immer wieder mal kleiner Engstellen, an denen man kurz warten musste. Aber für mich war das okay, weil ich die ganze Veranstaltung nicht als Wettkampf, sondern als langen Trainingslauf für mich ansah. Und zumindest aus meiner Perspektive war das auch für die anderen Teilnehmer kein Problem.

Auf der Strecke gab es mehrere Versorgungsstellen mit Getränken und das war auch bitter nötig. Das Wetter meinte es nämlich sehr gut und gab mit bis zu 30 Grad einen schönen Ausblick auf den kommenden Sommer. Leider gingen dann irgendwann die Getränke und die Becher zur Neige. Der Veranstalter installierte zwar noch kurzfristig zusammen mit der Feuerwehr zwei Duschen an der Strecke, aber am Ende wurde es dennoch zäh. Das Wetter, die Dehydration und meine fehlende Strategie für die späte Startzeit um 15 Uhr forderten ihren Tribut. Und so war ich auch nicht traurig darüber, dass in meinem Trainingsplan lediglich ein langer Lauf mit 2:45h Länge stand. Ich legte in dieser Zeit neun Runden mit guten 32 km zurück. Das war nebenbei mein längerster Lauf seit dem Ironman im vergangenen Jahr. Endlich mal wieder vorne eine 3 stehen zu haben, ist ein gutes Gefühl.

So eine Veranstaltung bringt natürlich immer einige Kuriositäten mit sich. Meine Top drei:

  • Hunde mit Startnummer (Mehrfach gesehen, später erfahren, dass dies so vorgeschrieben war.)
  • Walker mit E-Zigarette während des Laufs (WFT???)
  • Polizei mit E-Bikes (Zur Streckensicherung. Habe ich so bisher noch nie gesehen.)

Am Ende bleibt ein kurzweiliger Trainingslauf, das Gefühl etwas Gutes getan zu haben und die Gewissheit, dass ich die pralle Sonne immer noch vertrage. In Klagenfurt wird es vermutlich auch ein warmer Tag werden.

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