In einem unbekannten Land

Für meinen letzten 30 km Lauf wollte ich unbedingt eine neue Strecke haben. Meine Vorgaben waren ein Rundkurs, asphaltierte Wege und möglichst wenig Strecke durch Ortschaften. Durch meine mangelnden Ortskenntnisse konnte ich keine passende Strecke in dieser Länge aus dem Ärmel schütteln. Aber wir haben ja schließlich das Jahr 2011, ich bin ein technisch sehr affiner Mensch und stolzer Besitzer einer GPS Trainingsuhr, die irgendwie auch navigieren kann.

Nun bin ich natürlich nicht der erste Sportler mit diesem Problem. Das ist praktisch, denn es gibt schon vorhandene Lösungen auf die ich zurückgreifen konnte. In den Weiten des Internets gibt’s zahlreiche Portale, auf denen man fertige Routen finden kann. Ich habe mich mehr oder weniger spontan für das etabliere Portal GPSies.com entschieden und auch prompt eine recht passende Strecke in meinem Zielgebiet gefunden. Die Strecke stammte von einem anderen Läufer, der sie beim Laufen mit seinem GPS Tracker aufgezeichnet hatte.

Ich wollte die Strecke an meine Bedürfnisse ein wenig anpassen, aber das ist im Onlineeditor von GPSies leider nur mit Strecken möglich, die man selbst erstellt oder hochgeladen hat. Und die Software ist auch clever genug, um zu erkennen, dass man eine Strecke hochladen möchte, die es bereits so gibt. Ich behalf mir, indem ich die Strecke exportierte und dann lokal auf meinem Rechner mit Google Earth öffnete. Dort nahm ich die vorhandene Strecke als Grundlage und legte mir eine neue Strecke (in Google Earth: „Pfad“) an, die darauf basierte. Durch diesen Schritt konnte ich auch die knapp 2600 Wegpunkte der aufgezeichneten Strecke auf knapp 450 in meiner händisch erstellten reduzieren. Außerdem passte ich den Streckenverlauf noch etwas an. Diese erstellte Strecke exportierte ich dann aus Google Earth, um sie gleicht darauf in GPSies hochzuladen. Und von dort schickte ich sie über das Garmin Browser Plugin direkt auf meinen Forerunner. Hört sich aufwendig an, aber das war es eigentlich nicht. Der größte Aufwand war das Finden eines (für mich) funktionierenden Workflows. 🙂

Spannend wurde es dann natürlich, als es daran ging, die Navigation der Uhr auszuprobieren. Nach dem Start der Strecke zeigt das Display der Uhr mit einem Pfeil die Richtung des nächsten Wegpunktes an. Außerdem wird die verbleibende Strecke, die voraussichtliche Restzeit sowie die Restzeit bei Einhaltung der vorgegeben Geschwindigkeit angezeigt. Für mich war aber hauptsächlich die Navigation interessant und diese hat erstaunlich gut funktioniert. Bei Kreuzungen war die Richtungsangabe immer eindeutig und während des Laufens auch sehr gut ablesbar. Lediglich bei Y-Kreuzungen waren die Richtungsangaben manchmal nicht 100% eindeutig. Aber das war kein Problem, da sich der Forerunner nach vielleicht 10 Metern auf dem falschen Weg meldete und anzeigte, dass ich die Strecke verlassen habe. So musste ich nur umdrehen und den anderen Abzweig nehmen. Der Forerunner registrierte dies ebenfalls und zeigte dann auch an, dass ich wieder auf der Strecke bin.

Fazit: ich bin wirklich überrascht, wie gut die Navigation mit dem Forerunner funktioniert und werde dieses Feature in Zukunft sicher öfter verwenden, um neue Strecken zu erkunden und mehr Abwechslung in den Trainingsalltag zu bringen.

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