Jahresrückblick 2017

Kaum zu glauben, dass schon wieder ein Jahr vorbei ist. Aus privater und sportlicher Sicht ist bei mir viel passiert und über Letzteres möchte ich hier einen kleinen Überblick geben. Wenn ich so zurückdenke, dann erinnere ich mich freudig daran, dass ich keine größere Verletzung hatte. Klar, ein paar Schürfwunden, Kratzer, eine entzündete Sehne und eine Zerrung von einem Sturz mit dem Mountainbike gab es. Aber nichts, dass nicht in kurzer Zeit ausgestanden war. In den vergangenen Jahren hatte ich ja leider öfter mal größere Probleme wie den Muskelfaserriss im Oberschenkel oder die äußerst langwierige Meniskusentzündung im Knie.

Für mich heißt das definitiv, dass ich mit meinem Training auf dem richtigen Weg bin und in den Jahren vielleicht auch etwas vernünftiger wurde. Das ist eigentlich mein größer Erfolg aus dem vergangenen Jahr, denn so schön der Sport auch ist: Ohne eine solide Gesundheit macht das alles keinen Sinn.

Aber es gab natürlich auch ein paar schöne sportliche Highlights, an die ich gerne zurückdenke. Im Februar hatte ich zwei tolle Wochen im Trainingslager auf Fuerteventura. Wieder mit Hannes Hawaii Tours und wieder mit vielen Kilometern, Sonne und tollen anderen Teilnehmern, von deinen einige im Nachgang zu Freunden wurden. Kurz darauf ging es beruflich für zwei Wochen in die USA. Natürlich habe ich die Gelegenheit genutzt, um in der beeindruckenden Landschaft von San Francisco und Las Vegas ein wenig zu laufen.

Zurück in der Heimat stand der Fokus dann auf den ersten Wettkämpfen im Mai. Zunächst die Sprintdistanz in Buchen, bei der viele meiner Kollegen starteten und die dadurch quasi zu einer inoffiziellen Firmenmeisterschaft wurde. Zwei Wochen später stand dann mein erstes Highlight des Jahres an: Der Ironman 70.3 St. Pölten. Am Tag des Wettkampfs hielt sich das schöne Wetter leider etwas zurück, so dass ich hier auf die Sonne im Herzen und den eisernen Willen setzen musste. Am Ende kam ich glücklich ins Ziel und konnte trotz der widrigen Umstände meine alte persönliche Bestzeit auf der Halbdistanz um eine Minute verbessern. Puh.

Dann ging es in großen Schritten auf dieses große Ding in Zürich zu. Als Vorbereitung auf den Ironman Switzerland nahm ich Anfang Juli noch am Tannheimer Tal Rad-Marathon teil. Die Strecke führte über 220 km mit guten 3000 HM durch das gleichnamige Gebiet in Österreich und verwöhnte einen mit einer atemberaubenden Landschaft. Leider erst ab Stunde drei, denn bis dahin sah man vor allem dunkle Wolken und sehr viel Regen. Was für ein Glück, dass ich nicht aus Zucker bin. An dieser Stelle auch nochmal eine ausdrückliche Empfehlung für diese Veranstaltung. Abgesehen von dem bisschen Regen hat hier alles gestimmt. Und die Landschaft erst! Fast war man traurig, dass die Strecke nur so kurz war.

Und dann stand auch schon die Langdistanz in Zürich an. Der längste Tag des Jahres. Viel Aufregung, viele Schmerzen aber auch ein unheimlich tiefes Gefühl der Freude und der Dankbarkeit darüber, dass ich sowas überhaupt machen kann. Man vergisst leicht, dass es ein Privileg ist, überhaupt fit und gesund genug zu sein, um bei so einem Event überhaupt an den Start gehen zu können. Ich sage mir das immer wieder und denke dabei auch an Freunde und Familie, die es eben nicht können oder nicht mal so alt wie ich geworden sind, weil sie eine Krankheit dahingerafft hat.

Und das war es dann auch schon fast mit dem Jahr. Nach dem Ironman nahm ich mir erstmal etwas Zeit zum Regenerieren alias Biertrinken, Schlafen, Playstation spielen und was man eben sonst noch so macht. Natürlich gab es auch ein bisschen Sport. Ich mache das alles ja, weil es mir Spaß macht. So richtig ins Training stieg ich dann aber erst wieder im Oktober ein. Ganz entspannt mit moderaten Umfängen im Grundlagenbereich. Zur Auflockerung gab es dann noch zwei Volksläufe in der Region.

Nun, das war es fast. Denn Weihnachten und Silvester verbachte ich in diesem Jahr nicht im kalten Deutschland, sondern relativ kurzfristig auf Lanzarote. Zwei Wochen Sonnenschein, viele Radkilometer und ein Silversterlauf waren für mich ein schönes Kontrastprogramm zu dicken Jacken, Glühwein und Raclette.

Wenn ich jetzt nochmal zurückblicke, dann war das Jahr wirklich toll. Ich habe sehr viel erlebt, mich nicht ernsthaft verletzt und es geschafft, das ganze Training so in den Alltag zu integrieren, dass es für mich nicht als Belastung, sondern als Ergänzung wirkt. Das ist mir wichtig, denn so schön der ganze Triathlon auch ist: Es ist nur eine Sache. Mein Leben besteht noch aus viel mehr und mir ist es wichtig, da auch genügend Zeit dafür zu haben.

Im Hinblick auf das Jahr 2018 und die neue Saison möchte ich meine Umfänge nicht signifikant erhöhen, sondern eher versuchen die Qualität zu steigern. Ich glaube, dass ein sinnvoll eingesetztes Zeitbudget von rund 650 Stunden ausreichend sein sollte, um eine Langdistanz zufriedenstellend zu bewältigen.

Zum Abschluss noch ein kleiner Blick auf die Zahlen:

  • Schwimmen: 212 km
  • Radfahren: 7869 km
  • Laufen: 1773 km
  • Krafttraining: 37h
  • Gesamtaufwand: 651h

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