Kalmit Berglauf 2015

Die Pfalz hat einiges zu bieten. Neben Wein und den zugehörigen Festen gibt es auch eine wunderschöne Landschaft und tolle Hügel, ähm Berge. Was liegt da näher, als einen solchen Gipfel laufend zu bezwingen?

Und so verwundert es nicht, dass es den Pfälzer Berglauf-Pokal gibt, der insgesamt sieben Wertungsläufe umfasst. Beim Letzten dieser Läufe muss auf 8,1 km die Kalmit und damit 505 HM bezwungen werden. Das mag für meine Freunde aus Österreich und der Schweiz nichts besonders sein, aber für mich ist das eine ganze Menge. Nach der Teilnahme 2012 war ich in diesem Jahr wieder dabei und es war genauso anstrengend wie damals. Ich kannte die Strecke ja noch vom letzten Mal und das empfand ich psychologisch eindeutig als Vorteil.

Die ersten zwei Kilometer hält sich die Steigung noch in Grenzen. Man läuft zunächst durch die teilweise engen Straßen von Maikammer, dann verlässt man den Ort und nähert sich der Kalmit. An km 2 weist ein Schild darauf hin, dass es so langsam bergauf geht. Und ja, das spürt man.

Der Weg zum Gipfel ist durch einige Serpentinen gezeichnet, die die Strecke vorgeben. Dort gilt es vor allem, den eigenen Rhythmus zu finden und nicht dauerhaft im roten Bereich zu laufen, so dass man nicht mehr mit dem Atmen nachkommt. Und mit dem sauerstoffleeren Gehirn nicht zu oft auf die Uhr schauen. Denn an der Stelle, wo man sonst die 4:xx sieht, steht bergauf eine 5 und teilweise auch eine 6 vor dem Komma. Das ist normal und man muss lernen, diese langsamen Geschwindigkeiten mit Demut zu behandeln.

Auf dem letzten Kilometer vor dem Ziel sah ich das erste Mal Schnee am Wegesrand liegen. Bei 4 Grad Celsius im Tal keine große Überraschung. War es die beste Entscheidung, in kurz/kurz zu laufen? Sieht zumindest lässig aus.

Nach 45:34 erreiche ich das Ziel und bin froh, diese Quälerei überstanden zu haben. Rein subjektiv war das anstrengender als mein letzter 10 km Wettkampf. Nach einigen Bechern warmen Tees geht es zusammen mit zwei Freunden aus dem Verein wieder in Richtung Tal – natürlich zu Fuß.

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