Letztendlich gibt es nur eine Richtung: Vorwärts

Der erste Monat des Jahres bewegt sich langsam auf den Endspurt zu. Zeit, um mal ein paar Gedanken zu den Plänen für das Jahr zu formulieren und auch, um kurz auf das vergangene Jahr zurückzublicken.

Mit etwas Abstand wird 2016 für mich immer als das Jahr meines ersten Ironmans in Erinnerung bleiben. Dieser eine Tag war für mich einfach übergroß. Natürlich gilt das nur im Bezug auf den Sport. Daneben gab es im privaten und beruflichen Leben auch noch andere Höhepunkte. Aber ich nehme an, dass der geneigte Leser sich eher für den Schweiß und Laktat interessiert, das eben beim fröhlichen Multisporteln anfällt. Und so betrachtet gab es für mich im vergangenen Jahr erstmal Lanzarote und dann lange nichts. Wenn ich etwas darüber nachdenke, dann fällt mir noch das Trainingslager auf Fuerteventura und der Berlin-Marathon ein. Für weitere Highlights muss ich mein Hirn schon sehr bemühen und auf die Schnelle fällt mir trotzdem nichts ein.

Aber das macht nichts. Es kann nicht jedes Jahr aus unzähligen tollen Erfahrungen und Erlebnissen bestehen. Zumindest mein Leben ist teilweise eher ein Sinus, als eine steigende Gerade. Und nach der Langdistanz im Mai fiel eben jene Amplitude erstmal in den Keller. Die Anspannung war weg und der Muskelfaserriss im Oberschenkel sorgte dafür, dass zunächst erstmal nichts ging. Der geplante Marathon in Berlin sorgte zwar dafür, dass ich mich nochmal aufraffte und das Training intensivierte, aber ein wirklicher Flow wollte sich da nicht so recht einstellen. Nach dem Marathon war die Luft dann endgültig raus. Berlin war für mich sehr ernüchternd und in der Folge auch ziemlich frustrierend. Mir wurde da meine Defizite aufgezeigt und durch die paar Jahre Erfahrung, die ich mittlerweile habe, war mir leider auch klar, dass es viel Arbeit sein würde, bis ich endlich mal wieder mit meinen Leistungen zufrieden sein würde. Denn letztendlich geht es mir genau darum: selbst zufrieden zu sein. Da nutzt es nichts, wenn andere Leute anmerken, dass ein Marathon unter vier Stunden doch toll sei. Für viele Leute ist das der Fall und generell ist das auch eine gute Leistung. Aber einen Marathon unter vier Stunden zu laufen, reizt mich persönlich überhaupt nicht.

Ende des Jahres war ich dann erstmal für drei Wochen in Thailand zum Ausspannen. Und das war wirklich ein Erholungsurlaub mit viel Ruhe, gutem Essen und leckeren Cocktails. Nun gut, ein paar mal bin ich natürlich im zauberhaften Meer geschwommen und das ein oder ander Mal war ich auch für ein paar Kilometer am Strand in Laufschuhen unterwegs. Ich spürte aber, wie mir diese Auszeit guttat, vor allem mental. Zum Ende des Urlaubs hatte ich auch wieder richtig viel Lust aufs Training und auf Wettkämpfe. Für die Statistik hätte ich dann noch kurz die Zahlen des letzten Jahres:

  • Schwimmen: 150 km
  • Rad: 5300 km
  • Laufen: 1879 km
  • Krafttraining: 35 h
  • Gesamtes Training: 520h

Verglichen mit dem Vorjahr ist das eine deutliche Steigerung um 50 Stunden nuwyir6. Und wenn ich bedenke, dass ich drei Wochen im Urlaub war und mehrere Wochen wegen Verletzungen nicht wirklich viel trainiert habe, bin ich mit dem Erreichten sehr zufrieden. Für das aktuelle Jahr wird das auch in etwa meine Vorgabe sein. Ich möchte meine Umfänge nicht mehr signifikant steigern.

Ach ja, das kommende Jahr. Mein großes Ziel ist natürlich der Ironman Switzerland. Ich möchte dort gerne meine beste Leistung abrufen und idealerweise eine niedrige 10h Zeit erreichen. Falls ich ohne Verletzungen durchkomme und weiterhin fokussiert arbeite, halte ich das für möglich, wenn auch nicht leicht. Darüber hinaus habe ich im Vorfeld noch einige kleinere Triathlons als Vorbereitung. Mein Augenmerk liegt hier vor allem auf dem 70.2 St. Pölten, bei dem ich gerne meine aktuelle Bestzeit auf der halben Distanz brechen möchte. Für das zweite Halbjahr steht momentan nur der Berlin-Marathon fest. Ich glaube aber nicht, dass der Kalender so leer bleiben wird.

Vielleicht bekomme ich ja ein paar gute Flausen, ähm, Ideen in den Kopf gesetzt, wenn ich in drei Wochen ins Trainingslager nach Fuerteventura fliege.

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