Manchmal ist der Kopf stärker, als der Muskel

Ich hatte ja direkt nach dem Ironman Lanzarote Beschwerden an meinem rechten Knie. Mein Bein lies sich zunächst nur sehr schwer und unter Schmerzen beugen. Nach ein paar Tagen ließen die gröbsten Beschwerden nach, aber ich spürte dennoch deutlich, dass da etwas nicht stimmt. Verrückt war, dass es dem Rest meines Körpers in den Tagen nach dem Wettkampf kontinuierlich besser ging. Nur das Knie machte weiterhin Probleme. Die Schmerzen strahlten bei Bewegungen in die Wade und ein wenig in den Oberschenkel aus.

Ich dachte mir zunächst, dass dies einfach von allein wieder gut wird. Schließlich ist eine Langdistanz eine ordentliche Belastung für den Körper, die dieser erstmal verdauen muss. Als es nach drei Wochen aber noch immer nicht gut war, wendete ich mich an den Orthopäden meines Vertrauens. Dort stellte man durch Röntgenaufnahmen fest, dass mein Knochen in Ordnung war. Zunächst eine gute Nachricht. Da ich allerdings im Frühjahr schon einmal Probleme mit dem selben Knie hatte, bekam ich eine Überweisung für eine Untersuchung mit dem MRT. Diese fand heute statt und ich bin froh, endlich eine Diagnose zu haben. Anscheinend habe ich mir beim Ironman einen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen, der jetzt bereits teilweise, aber noch nicht vollständig verheilt ist. Das erklärt vielleicht auch diese Krämpfe, die ich damals auf der Laufstrecke hatte und die vielleicht nicht nur normale Krämpfe waren. Laut Arzt sollte alles in 2-3 Wochen verheilt sein.

Ich bin sehr froh, endlich Klarheit zu haben. Denn egal, wie lange man durch eine Verletzung außer Gefecht gesetzt wird, es ist stets die Unsicherheit, die einen verzweifeln lässt. Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich Mitte Juli wieder trainieren kann. Bis dahin sollte auch mein rechtes Handgelenk wieder fit sein, dass ich mir vor zwei Wochen bei einem Sturz stark verstaucht habe.

Ich versuche, die ganze Sache positiv zu sehen. Zum einen habe ich gerade zwei Verletzungen parallel und spare mir damit eine Auszeit. Zum anderen bin ich höchstwahrscheinlich den Marathon beim Ironman Lanzarote mit einem Muskelfaserriss in der Wade zu Ende gelaufen. Das muss doch genügend mentale Stärke für den Ali’i Drive sein, oder? Also irgendwann.

Ich bin sehr motiviert, wieder zu trainieren und nächstes Jahr wieder einen tollen, langen Tag zu erleben.

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