Motivation rockt

Motivation ist etwas Wunderbares. Idealerweise treibt sie uns im Alltag an und lässt uns unsere kleinen und großen Aufgaben mit Freude erledigen. Meine Motivation ist der primäre Grund, warum ich überhaupt Sport treibe. Wenn diese Motivation nachlässt, dann fehlt mir irgendwann auch der Sinn beim Sporteln. Schließlich investiere ich meine Freizeit und den ein oder anderen Euro und das soll sich am Ende auch irgendwie lohnen. Als Lohn diente mir in der Vergangenheit meist die Vorfreude auf ein großes Event und die Fortschritte, die ich in der Zeit dorthin machte.

Seit ein paar Wochen fehlt mir diese Motivation. Ich habe zwar immer noch regelmäßig trainiert, allerdings planlos. Freestyle. Und ich gebe zu: die ein oder andere Trainingseinheit ist ausgefallen. Vor allem auf dem Rad. Der Gedanke, alleine drei Stunden auf dem Bock zu sitzen war für mich alles andere als verlockend. Eher absolut anti-verlockend. Schwimmen war in Ordnung. Und Laufen. Laufen geht bei mir sowieso immer. Egal ob kurz oder lang, egal ob allein oder gemeinsam. Wobei ich alleine meist vorziehe, das hat auf mich so eine mental entspannende Wirkung. Laufen verwandelt mich temporär in einen Zen-Mönch. Also gedanklich.

Im vergangenen Winter und Frühling habe ich hochkonzentriert für die Challenge Kraichgau trainiert.  Es war eine sehr spannende und aufregende Erfahrung, für meinen ersten größeren Triathlon zu trainieren. Das Training war anstrengend, aber hat auch sehr viel Spaß gemacht. Und die Challenge war der krönende Abschluss. Das Sahnehäubchen. Mit Schokostreuseln. Der Lohn, der die ganze Motivation rechtfertigte.

Danach bin ich dann aber Schritt für Schritt in ein ordentliches Motivationsloch gefallen. Anfangs mit so kleinen Schritten, dass ich es nicht wirklich bemerkt habe. Sport ist mein Hobby und daher ist das ja auch nicht schlimm. Es gibt keine Konsequenzen, die ich fürchten müsste. Abgesehen von einigen Kilos mehr auf den Rippen und einigen Minuten mehr auf der Uhr. Und ja, genau das ist dann auch passiert. Die Waage überschritt die fiese 80 Kilo Marke und die 5 min/km Marke beim Laufen fühlte sich ungewohnt anstrengend an. Beides Dinge, die ich nicht mag. Dinge, die sich irgendwie falsch anfühlen. Mir wurde klar, dass sich von alleine keine Besserung einstellen wird.

Also machte ich mich auf die Suche nach Motivation, was aber gar nicht so einfach war. In diesem Jahr habe ich noch zwei größere Wettkämpfe im Plan: den Breisgau Triathlon und den Frankfurt Marathon. Beim Breisgau Triathlon werde ich aber nicht am Limit bestreiten können (und wollen), da ich zwei Tage später in den Urlaub fliege und keine Lust habe, da völlig kaputt zu sein. Außerdem fehlt mir einiges an Training, damit sich die Anstrengung auch lohnt. Mein Plan ist es daher, beim Triathlon Spaß zu haben, aber mich nicht völlig zu zerstören. Hoffentlich klappt das auch.

Dann wäre da noch der Frankfurt Marathon. Als ich mich vor vielen Monaten dazu angemeldet habe, spukte noch der Gedanke „sub3“ in meinem Kopf umher. Vielleicht wäre das auch realistisch gewesen, wenn ich mich die letzten Monate gezielter darauf vorbereitet hätte. Mit dem Stand von heute glaube ich nicht mehr daran. Zudem ich ja wie bereits erwähnt in einer Woche einen dreiwöchigen Urlaub antrete, in dem das Lauftraining nur einen untergeordneten Stellenwert hat. An was ich aber fest glaube ist eine neue persönliche Bestzeit. Das motiviert mich, weil es ein hartes, aber machbares Ziel ist.

Und das war mein Anfang, um dem Motivationsloch zu entkommen. Ein erster Schritt. Dieser verflixte erste Schritt, der immer am schwersten ist. Und siehe an, der zweite Schritt ist dann auf einmal gar nicht mehr so schwer. Mein zweiter Schritt bestand darin, zu meiner alten Disziplin zurückzukehren und in der vergangenen Woche wieder regelmäßig Frühsport zu machen und bewusster zu essen. Das hat sich schon am ersten Tag gut angefühlt und die Frage aufgeworfen, warum ich das so lange nicht gemacht habe. Egal, ab jetzt wird wieder nach vorne geblickt!

Da man immer alles positiv sehen sollte, habe ich mir auch viele Gedanken über meine Motivationsprobleme gemacht. Es wäre ja schön, wenn man daraus etwas lernen könnte. Bei mir kommen da einige Sachen zusammen, an denen ich arbeiten möchte. Unter anderem habe ich in diesem Jahr gelernt, dass ich mein Training nicht besonders gut planen kann. Als ich nur gelaufen bin, hat das irgendwie gut funktioniert. Aber mit dem Training, bzw. der Planung von drei verschiedenen Disziplinen bin ich völlig überfordert. Daher werde ich nach dem Marathon in Frankfurt etwas neues ausprobieren und mich in dieser Hinsicht von einem Experten unterstützen lassen. Ich bin gespannt.

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