Schallmauern sind zum Durchbrechen da

Ich bin gespannt, wie lange das Grinsen auf meinem Gesicht noch anhalten wird. Eigentlich bin derzeit in einer Art Wintermodus. Ich ziehe zwar immer noch regelmäßig meine Laufschuhe an, aber mein Schwerpunkt auf langsamen Läufen, um die Grundlagen zu erhalten und gleichzeitig die Grundlage für Training des kommenden Frühjahrmarathons zu schaffen. Daneben laufe ich einmal pro Woche eine schnellere Runde, um das Gefühl für die Geschwindigkeit nicht ganz zu verlieren.

Irgendwie scheint das meinem Körper sehr gut zu tun. Entweder das, oder es liegt an den niedrigen Temperaturen. Nachdem ich letzte Woche eine für mich absolut unerwartete persönliche Bestzeit im Halbmarathon gelaufen bin gab es heute die nächste Überraschung für mich. Heute fand nämlich der erste Lauf der Rheinzaberner Winterlaufserie statt. Ursprünglich hatte ich die Winterlaufserie zur Unterstützung meiner Motivation über die kalten Monate eingeplant. Nach dem Halbmarathon vom letzten Wochenende waren diese ursprünglichen Gedanken aber vom Tisch. Ich wollte die magischen 45 Minuten angreifen. Mein aktuelle Zeit waren genau 0:46, eine Steigerung von einer Minute war also im Bereich des Möglichen.

Rheinzabern ist eigentlich ein kleiner Ort mit weniger als 5000 Einwohnern. Die Winterlaufserie, die in diesem Jahr zum 30. Mal stattfindet, ist aber derart beliebt, das sicherlich 1000 Gäste anreisen, um mitzulaufen oder zuzuschauen. Ich war eine halbe Stunde vor dem Startschuss (traditionell um 10:05 Uhr) vor Ort, um meine Startnummer abzuholen und mich mit Freunden gemeinsam warm zulaufen.

Die Zeitmessung erfolgt nur brutto, daher suchte ich mir einen Startplatz im vorderen Drittel des Starterfelds. Schließlich wollte ich eine Bestzeit laufen. Der Start verlief stocken und ein Blick auf meinen Forerunner zeigte mir, das ich nach 30 Sekunden eine Pace von 5:50 hatte. Da musste sich aber noch einiges ändern, um die 0:45 ernsthaft anzugreifen. Kurze Zeit später konnte ich mich im Pulk der Läufer nach vorne durcharbeiten und problemlos meine Geschwindigkeit laufen. Den ersten Kilometer passierte ich bei 4:34, was eine klasse Zeit war, da ich die ersten Meter ja nur recht langsam voran kam. Die restlichen neun Kilometer konnte ich in einer relativ konstanten Geschwindigkeit durchlaufen. Ich schaute nach jedem Kilometer kurz auf den Forerunner und vergewisserte mich, das ich eine Pace von weniger als 4:30 hatte.

Als ich die Ziellinie überquerte stoppte ich den Forerunner bei 43:51. Die offizielle Zeit ist noch nicht abrufbar, sollte aber irgendwo bei 44:06 liegen. Ich kann das immer noch nicht so recht fassen. Vor einem guten Jahr bin ich das erste Mal 10 km in weniger als einer Stunde gelaufen und heute habe ich die gleiche Strecke in gut 18 Minuten weniger bewältigt. Das Grinsen über diese Zeit wird sicher noch einige Zeit bei mir anhalten. Abgesehen davon bestätigt mich das heutige Ergebnis auch in meinem Projekt „Marathon sub 3:30“ im kommenden Frühjahr. Und ich bin verdammt gespannt, wie sich meine 10 km Zeit im nächsten Jahr entwickelt.

PS: Ich bin wieder mit den Brooks PureGrit gelaufen. Dank Doppelknoten diesmal ohne Probleme 🙂

Nachtrag: Die offiziellen Zeiten sind da. Ich habe 44:07 gebraucht.

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