Stabi – Ab auf die Matte!

Es ist ein Thema voller Missverständnisse. Ich spreche natürlich von dem oftmals stiefmütterlich behandelten Thema Stabi, kurz für Stabilisationsübungen. Dahinter verbergen sich Kräftigungsübungen, die man als Ausdauersportler zusätzlich zum spezifischen Training, also Schwimmen, Radfahren und Laufen absolvieren sollte.

Wozu sollen diese Übungen eigentlich gut sein? Wird man dadurch schneller? Die überraschende Antwort: ja, zumindest indirekt. Ein gestärkter Körper hilft, die notwendige Grundlage für Höchstleistungen schaffen. Für einen Rennwagen benötigt man neben guten Reifen und einem leistungsstarken Motor ja auch eine starke Karosserie, um die Leistung auf die Straße zu bringen. Bei Ausnahmeathleten wir uns ist das nicht anders. Eine ausgeprägte Muskulatur an Rücken, Bauch und Brust sieht erstmal hervorragend aus, wenn man im Ziel sein Shirt auszieht. Daneben hilft sie, während des Wettkampfs (und natürlich auch im Training), die Körperspannung aufrechtzuerhalten und infolge dessen die maximale Leistung umzusetzen. Außerdem kann man so verhindern, dass in der zweiten Wechselzone kein Physiotherapeut Hand anlegen muss und man auf der Laufstrecke an Quasimodo erinnert.

Lange Rede, kurzer Sinn: wer ernsthaft trainiert und Zeit und Geld in sein Hobby steckt, der sollte auf keinen Fall am Stabitraining sparen. Gefühlt lassen das aber trotzdem viele Athleten aus. Ich habe das Thema lange Zeit auch sehr stiefmütterlich behandelt. Wahrscheinlich, weil die Bedeutung für mein Training nicht so direkt sichtbar war. Beim Ausdauertraining kann ich dessen Bedeutung problemlos auf mein Ziel übertragen. Intervalle machen schnell, ein TDL gibt mir Tempohärte. Aber bei Liegestützen ist diese direkte Zuordnung nicht so leicht.

Und so lies ich das Thema lange Zeit schleifen und machte gelegentlich mal eine Einheit auf der Gymnastikmatte. Gebracht hat das natürlich nichts. Genau wie beim restlichen Training ist auch hier die Kontinuität der Schlüssel zum Ziel. Ein Intervalltraining pro Monat macht ja auch nicht optimal schnell.

Ich habe das geändert, indem ich mein Stabitraining als festes Element in meinen Trainingsplan aufgenommen habe. Am Anfang war es zwar noch etwas schwierig, mich daran zu gewöhnen, aber mittlerweile trainiere ich 2-3x pro Woche für rund 20-30 Minuten und möchte es nichtmehr missen. Falls du kein regelmäßiges Stabitraining machst, kann ich dir nur empfehlen, es einmal auszuprobieren und im Idealfall regelmäßig zu machen. Es kostet nicht viel Zeit, wenn du es direkt vor oder nach deinem Ausdauertraining machst, und hilft dir, besser zu werden. Klingt doch nach einer erstklassigen Win-Win-Situation!

Das Tolle daran: Du brauchst erstmal keine Ausrüstung außer eine preiswerte Gymnatikmatte. Die verschiedenen Übungen kannst du dir kostenlos im Internet ansehen. Beispielsweise hier:

Empfehlenswert finde ich auch die Triathlon App fürs Handy.

Wer auf Videos steht, der kann ja mal einen Blick auf maxxF werfen. Dabei handelt es sich um ein kompaktes Trainingsprogramm auf DVD. Finde ich ebenfalls ziemlich gut. Die Übungen gibt es auch kostenlos im Internet.

 

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