Summertime Triathlon 2018

In den letzten Jahren wollte ich immer mal beim Summertime Triathlon in Karlsdorf-Neuthard starten. Ich war sogar schon zweimal angemeldet, aber jedes mal kam kurzfristig etwas dazwischen. Im Jahr 2015 war ich zumindest in einer Staffel als Schwimmer dabei. Genau das Richtige für einen Delfin wie mich. Am letzten Sonntag hat es dann aber endlich mal geklappt, und ich konnte auf der olympischen Distanz an den Start gehen.

Nach der Langdistanz und dem anschließenden Urlaub allerdings »nur« mit der klaren Vorgabe, Spaß zu haben. Ich trainiere zwar schon wieder seit drei Wochen, aber vor allem beim Laufen bin ich noch ein ganzes Stücken von »gut« entfernt. Es war auch ganz cool, einfach mal an den Start zu gehen und zu schauen, was drin ist. Triathlon macht viel zu viel Spaß, um wegen mangelnder Vorbereitung nicht zu starten. Außerdem war das mein erster Start auf einer »regulären« olympischen Distanz, sodass automatisch eine persönliche Bestleistung garantiert war. Was will man mehr?

In Karlsdorf-Neuthard stand der ganze Tag im Rahmen des Dreikampfs. Neben der olympischen Distanz gab es noch Ligarennen am Morgen, eine Volks- sowie eine Sprintdistanz inklusive Staffeln. Der Rolling Start der olympischen Distanz begann um kurz nach 12 am Mittag. Bei feinstem Triathlonwetter und Temperaturen um die 30 Grad galt es zunächst zwei Runden im See zu schwimmen – inklusive Australian Exit zur Halbzeit. Das Wasser hatte herrliche 25 Grad und das Schwimmen fühlte sich klasse an. Wie bei allen Wettkämpfen in diesem Jahr machte ich mein eigenes Ding, orientierte mich an den Bojen und konzentrierte mich beim Schwimmen auf eine saubere Technik. Bei der Halbzeit hatte ich 15 Minuten und ein paar Sekunden auf der Uhr, was mich überraschte und motivierte. Die zweite Runde flutsche auch ganz gut, sodass ich die 1,5 km in 31:17 Minuten zurücklegen konnte. Ohne Neo ist das eine absolute Bestleistung für mich. So ganz, ganz langsam scheint sich die Bleiente in eine Betonente zu verwandeln.

Die flache Radstrecke führte über drei Runden und war teilweise ziemlich voll. Das faire Fahren war hin und wieder nicht einfach, wenn man auf Pulks auffuhr. Aber es war natürlich auch keine Option, dann einfach langsam zu machen und zu warten. Für sowas gibts die großen Gänge und die dicken Oberschenkel. Trotzdem ist sowas ärgerlich. Auch wenn man bei so einer kleinen Veranstaltung vielleicht nicht auf den Meter genau achten muss, verstehe ich nicht, warum man da minutenlang im Pulk fährt.

Ich schaute bei meinem Pacing, dass ich im »angenehm harten« Bereich unterwegs war. Das pendelte sich bei mir bei rund 230W ein. Alle paar Kilometer ein paar Schlucke Carbodrink aus dem Trinksystem, denn so ein Motor braucht schließlich auch Treibstoff. Die 40 Kilometer waren kurzweilig und nach 1:06:02 Stunden bog ich zur Wechselzone ab.
Und dann stand auch schon der dritte Akt des Tages an. Es galt drei Runden zu laufen. Mittlerweile stand die Sonne in voller Pracht am Himmel. Ich will da nicht um den heißen (höhöhö) Brei herumreden: Das war schon recht anstrengend und wurde von Runde zu Runde zäher. Highlight der Strecke war ein Junge mit einem Gartenschlauch, der für eine kühle Erfrischung sorgen. Herrlich! Aber der große Vorteil an 10 km ist halt auch, dass es eben nur 10 km sind und die gehen irgendwie immer. Auch auf der Laufstrecke hatte wahr ich mehr oder weniger nach Gefühl unterwegs. Eine Zeit zwischen 45 und 50 Minuten schwebte mir grob als Ziel vor. Und das passt dann auch ganz gut. Ich lief die Strecke in 45:49 min und konnte den Summertime Triathlon in 2:26:33h beenden. Für mich ein voller Erfolg und schneller, als ich gedacht hatte.

Alles in allem ist der Summertime Triathlon eine wirklich tolle Veranstaltung, die ich uneingeschränkt empfehlen kann. Super Organisation, schöne Strecken und (alkoholfreies) Bier im Ziel. Ich freue mich auf den Allgäu Triathlon am kommenden Wochenende, bei dem ich auch über die olympische Distanz starte. Aufgrund der profilierten Strecke sicher etwas langsamer, aber dafür mit einer beeindruckenden Landschaft.

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