Hallo in meinem Lauftagebuch!

Ich heiße Wolfgang wohne in Karlsruhe und bin momentan noch in der AK M30 unterwegs. Diesen Blog habe ich Ende 2010 angefangen, als ich mir das ehrgeizige verrückte Ziel gesetzt hatte, meinen ersten Marathon zu laufen. Meine Fortschritte im Projekt 42,195 habe ich dann regelmäßig hier dokumentiert.

In jenem ersten Artikel habe ich auch etwas über meinen sportlichen Hintergrund erzählt, der sich aber sehr kompakt zusammenfassen lässt: Kindheit ohne viel Bewegung, aber dafür mit viel Essen. Schon in der Grundschule „das Dickerchen“ der Klasse. Mit der Volljährigkeit kam dann die Erkenntnis, dass mehr Muskeln und weniger Speck auch ganz nett sein könnten. Als (damals) logische Konsequenz folgte der regelmäßige Besuch in der Muckibude. Gewichtsverlust und ein zumindest etwas besser geformter Körper wahren die Folge.

Leider hielt das nur bis zum Beginn meines Studiums, in dem ich meine sportlichen Aktivitäten aufgrund von Geld-, Zeit- und Motivationsmangel (hatte damals eine feste Freundin) auf so ziemlich null zurück fuhr. Innerhalb von acht Semestern erwarb ich dann nicht nur ein Informatik Diplom, sondern auch gute 25 Kilo mehr auf den Hüften.

So richtig zum Laufen kam ich 2009 durch meine damaligen Arbeitskollegen, die sich regelmäßig zum Lauftreff trafen und mich überredeten, im Mai 2010 an einem 10k Volkslauf teilzunehmen. Dieser Volkslauf veränderte alles und entfachte das Lauffieber in mir.

Seit damals laufe ich regelmäßig. Zuerst 2-3 Mal die Woche ohne viel darüber nachzudenken. Seit meinem Marathon-Debüt strukturierter und 5-7 Mal pro Woche. Laufen macht mir einfach Spaß, egal bei welchem Wetter. Neben meinem regelmäßigen Training nehme ich auch gerne an Wettkämpfen in verschiedenen Distanzen (10k, Halbmarathon und Marathon) teil und freue mich sehr über die Fortschritte, die ich bisher gemacht habe.

Laufen hat definitiv mein Leben grundlegend verändert. Und zwar eindeutig zum Positiven.


Mittlerweile schreiben wir das Jahr 2015 und seitdem ich die obigen Zeilen geschrieben habe, ist viel Zeit vergangen. Ich habe mittlerweile an einer ganze Menge von Wettkämpfen teilgenommen und bin auch schon einige Marathons und sogar einen50 km Ultra gelaufen. Neben dem Laufsport habe ich dann Anfang 2012 einen Schwimmkurs gemacht um von einem absoluten Nichtschwimmer zu einem schlechten Anfänger zu werden. Schwimmen zu lernen war für mich mitunter dir größte sportliche Herausforderung und die ersten Monate waren ziemlich anstrengend und frustrierend.

Irgendwie habe ich es dann aber doch geschafft, zumindest die Angst vor dem Wasser zu verlieren und mit der Zeit immer längere Distanzen zu schwimmen. Und wenn man dann noch ein Rennrad sein eigen nennt, gibt es natürlich nur eine logische Konsequenz: Triathlon. Angefangen mit einem kleinen Volkstriathlon kurz nach meinem Schwimmkurs, über diverse Mitteldistanzen bis hin zu meinem ersten Ironman, auf dem ich momentan trainiere und der im Sommer in Frankfurt ansteht.

Der Sport ist in den letzten Jahren immer mehr zu einem Teil meines Lebens geworden. Sport steht für mich nicht im Mittelpunkt meines Lebens, aber er ergänzt und bereichert es auf eine sehr angenehme Art und Weise. Ich habe über den Sport in den Jahren auch sehr viele nette Menschen kennengelernt, die ich sonst nie getroffen hätte. Auch das ist ein sehr schöner Nebeneffekt.

Und ich darf hier natürlich nicht meine Frau vergessen. Sie habe ich zwar nicht beim Sport kennengelernt, aber in den Jahren, in denen wir uns kennen, hat sie ihre Liebe für den Ausdauersport entdeckt und lieben gelernt. Dadurch haben wir beide das nötige Verständnis, das eben nötig ist, wenn man einen Hang zum Extremen hat.