Verletzungen sind wie Zahlen: Man muss damit rechnen

Vor vielen Jahren sagt mir jemand, dass man immer mit etwas positivem oder spannenden anfangen soll. Positiv ist es definitiv, dass ich mich nicht daran erinnern kann, wann ich zuletzt mit einer Erkältung oder einer richtigen Grippe tage- oder wochenlang im Bett lag. Und das ist ausnahmsweise nicht auf mein dem alter geschuldeten, schlechten Gedächtnis zuzuschreiben.

Rückblickend betrachtet lässt sich aber feststellen, dass ich in den letzten acht Jahren eigentlich jedes Jahr eine Verletzung hatte. Darunter Highlights wie ein gebrochnes Radiusköpfchen im Ellenbogen, eine entzündete Achillessehne, einen entzündeten Meniskus im Knie und natürlich die geplatzte Bakerzyste und den Muskelfaserriss vom letzten Jahr. Aktuell ist es wieder mal soweit. Letzte Woche tauchten zum ersten Mal nach einem Lauf Schmerzen an meinem Fuß. Wie es sie gehört, habe ich die erstmal wegignoriert und darauf gehofft, dass es sich nur um eine einmalige Sache handelt. Dem war aber nicht so und vor einigen Tagen bestätigte mir meine Ärztin die Vermutung: Eine Sehne ist gereizt. Mit einer konsequenten Laufpause und unterstützenden Medikamenten sollte alles in vielleicht einer weiteren Woche wieder in Ordnung sein.

Der große Vorteil am Triathlon ist ja, dass man die meiste Zeit über mindestens zwei Sportarten ausüben kann. Klingt natürlich erstmal lustig, ist aber meiner Meinung nach viel dran. Denn wenn man ein aktives Leben führt und gelegentlich an seine Grenzen geht, dann muss man auch immer mit dem Risiko leben, dass mal irgendwas passiert. Auf einem Vortrag über Motivation habe ich mal gesagt, dass man solche Rückschläge erwarten muss, um damit gut umgehen zu können. Und das betrifft ja nicht nur eine Verletzung oder eine Erkrankung. Wenn man nicht gerade Profi ist, dann gibts neben dem Sport ja auch noch die Familie, Freunde und die Arbeit. Und überall können sich Dinge ergeben, die eine Planänderung erfordern. Und im Gegensatz zu einer Erkrankung oder einer Verletzung handelt es hierbei oftmals um durchaus positive Sachen.

Was ich damit sagen will, ist einfach: Die hohe Kunst am Training ist der Umgang mit ungeplanten Ereignissen. Denn früher oder später wird irgendwas dazu führen, dass man von seinem Plan abweichen muss. Wenn man sich allerdings frühzeitig mit diesem Gedanken anfreundet und sich Strategien dafür überlegt, dann kann man gut damit umgehen und Stress sowie Ärger vermeiden.

Ich bin jedenfalls gespannt, ob ich am Wochenende schmerzfrei Laufen und beim Maxdorfer Triathlon über die Mitteldistanz starten kann. Falls es nicht klappt, ist es aber halb so schlimm. Bis zum Ironman Switzerland ist noch genügend Zeit. Und Schwimmen und Radfahren sowie Aquajogging funktioniert ja wunderbar.

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