Viernheimer Fitness Triathlon 2012

Es war der bisher heißeste Tag des Jahres und ich kam nicht nur wegen den Temperaturen ins Schwitzen. Es stand nämlich auch noch etwas schwimmen, Rad fahren und laufen in Form meines zweiten Triathlons auf dem Programm. Ich hatte mir genau zwei Ziele gesetzt: richtig viel Spaß haben und meine Zeit für diese Distanz auf unter 1:20h zu drücken. Neben dem sportlichen Fokus freute ich mich auch darauf, einige bekannte und lieb gewonnene Menschen zu treffen: Chris (mit dem ich anreiste), Carmen, Jasmin und Chrissi.

Viernheim ist das ganze Wochenende im Triathlon-Fieber, denn es finden verschiedene Wettbewerbe am Samstag und am Sonntag statt. Die Highlights sind sicherlich die Hessischen Schüler- und Jugendmeisterschaften am Samstag sowie der Start über die olympische Distanz am Sonntag, für den auch einige Top Starter wie beispielsweise Timo Bracht gewonnen werden konnten. Für mich stand an diesem Wochenende aber mein zweiter Start über die Sprintdistanz und mein zweiter Triathlon überhaupt an.

Das Abholen der Startunterlagen und der Check-In in die Wechselzone verlief problemlos und zügig. In Viernheim gibt es im Gegensatz zu Stutensee nur eine Wechselzone, so dass man dort gleich seine Ausrüstung für das Rad und das anschließende laufen deponieren muss. Aber das stellt auch kein wirkliches Problem dar. Einzig eine Sache muss ich etwas bemängeln: An jedem Platz in der Wechselzone gab es eine Stuhl, der jeweils zwei Teilnehmern als Stütze für das Rad dienen sollte. Das funktionierte zwar soweit, war aber eine wackelige Angelegenheit und ich habe mehr als ein Rad umstürzen gesehen.

Swim – 11:07
Geschwommen wurde im Waldfreibad Viernheim. Aufgrund der Größe des Starterfelds wurde in mehreren Gruppen gestartet, so dass sich auf jeder Bahn geschätzt 5-7 Leute befanden. Wenn man sich vor dem Start abgesprochen hatte, war das aber kein Problem. Ich wollte gerne eine Zeit von ca. 12 Minuten schwimmen und startete als letzter. Das Schwimmen ist momentan noch meine schwächste Disziplin und meine Strategie war, möglichst gleichmäßig und locker zu schwimmen. Diese Strategie wurde aber schnell auf die Probe gestellt: der Schwimmer vor mir war einen Tick langsamer als ich und es reizte mich sehr, einen kleinen Zwischensprint einzulegen und ihn zu überholen. Auf der anderen Seite hatte ich aber auch die Befürchtung, das ich nach dem Überholmanöver keine Puste mehr habe das Ganze am Ende bereue. Auf den letzten 100 Metern habe ich dann doch überholt. Am Ende hat das aber nicht wirklich was gebracht, da quasi gleichzeitig mit dem anderen Schwimmer aus dem Becken gestiegen bin. Ein Blick auf das Schwimmbecken zeigte mir, das wir nicht die letzten waren. Die Zeit von 11:07 ist für mich richtig super und schneller als erwartet. Damit steht für mich die 500 Meter in unter 10 Minuten als Ziel auf dem Plan.

Wechsel 1 – 2:52
Der Wechsel war nicht optimal. Ich könnte zwar anführen, das der Weg vom Schwimmbad in die Wechselzone lang war, aber das wäre nur die halbe Wahrheit. Als ich an meinem Rad war und meine Schuhe anziehen wollte rutsche mir einer der Klettverschlüsse meines Schuhs aus der Lasche und musste mühsam und zeitintensiv wieder eingefädelt werden. Hier muss noch viel geübt werden. Sobald ich ein Paar echte Tria-Radschuhe habe, werde ich auch mal einen Wechsel mit am Rad montierten Schuhe versuchen. Laut Chrissi ist das nicht wirklich kompliziert. Abgesehen von der Zeitersparnis gibt das sicher eine erstklassige B-Note.

Rad – 34:53
Mit dem Rad galt es dann sechs Runden zu fahren. Leider war die Beschaffenheit der Straße sehr unterschiedlich. Manche Teile der Strecke bestanden fast nur aus Schlaglöchern, so das man dort immer etwas Tempo herausnehmen musste. Das hat weniger Spaß gemacht. Abgesehen davon war der Radsplit klasse. Ich bin im Schnitt knappe 35 km/h gefahren was in Anbetracht der Straßenverhältnisse für mich ein sehr gutes Ergebnis ist.

Wechsel 2 – 1:09
Der zweite Wechsel lief viel besser als der erste: Rad abgestellt, Helm ab, aus den Radschuhen raus, in die Laufschuhe herein und ab. Klar, hier kann man sicher auch noch etwas optimieren und z.B. die Radschuhe am Rad lassen und nur herausschlüpfen. Das steht alles schon auf meiner „Unbedingt ausprobieren – Liste“.

Laufen – 23:25
Ich bin schon schneller gelaufen und auf einer Distanz von 5 km sollten da locker 2 Minuten mehr bzw. weniger drin sein. Aber es ging einfach nicht mehr. Die Hitze war bis zum Lauf kontinuierlich angestiegen und der schnelle Radsplit in Kombination mit mutmaßlich zuwenig Koppeltraining zollte seinen Tribut. Außerdem muss ich noch einmal etwas meckern: die Laufstrecke war zum größten Teil ein enger Trail mit Wurzeln auf dem Weg, die den ein oder anderen Läufer zu Fall brachten. Namen will ich an dieser Stelle mal keine nennen.

Fazit – 1:13:26
Die beiden Ziele, die ich mir vor dem Wettkampf gesetzt hatte wurden beide übertroffen. Triathlon macht einfach richtig viel Spaß und zusammen mit Freunden ist das noch mal besser. Meine Zielzeit hat mich selbst sehr überrascht und mit ein dickes Grinsen aufs Gesicht gezaubert. Mit einer Verbesserung um 10 Minuten hätte ich nicht gerechnet. Klar, man kann die unterschiedlichen Strecken nicht 1 zu 1 miteinander vergleichen, aber mit gefällt der Trend. Vor allem die Verbesserung auf dem Rad ist echt klasse. Und jetzt freue ich mich erstmal auf den nächsten Triathlon am Hardtsee.

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