Wettkampfluft beim Halbmarathon in Karlsruhe schnuppern

Es kann ja nicht schaden, mal wieder etwas Wettkampfluft zu atmen. Vor einiger Zeit hatte ich mich für den Halbmarathon in Karlsruhe angemeldet, aber aus verschiedenen Gründen war ich nicht mal annähernd in der Form, um da einer zufriedenstellenden Zeit auch nur nahe zu kommen. Das Training der letzten Wochen läuft zwar wieder ganz okay, aber die Geschwindigkeit ist einfach noch nicht zurück. Was aber eigentlich auch nichts ausmacht, da mein nächstes Ziel der Trail-Marathon in Heidelberg ist und dort eher die Kondition gefragt sein wird.

Ich bot mich daher meinem Bekannten Marco als Pacemaker an. Marco trainierte in den vergangenen Monaten mit viel Leidenschaft, um in jenem Marathon eine neue persönliche Bestzeit aufzustellen und sein persönliches Ziel von 1:39 Stunden zu erreichen. Das klang für mich ganz gut und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das gemeinsame Laufen beim erreichen eines Ziels unheimlich hilfreich sein kann.

Der Plan für den Lauf war einfach: konstant durchlaufen und dann in 1:38-1:39 Stunden ins Ziel kommen. Die ersten drei oder vier Kilometer liefen auch ziemlich gut. Leider bekam mein Bekannter dann Seitenstechen, dass für den Rest des Laufs anhielt. Wie fies das ist, weiß jeder, der schonmal Seitenstechen hatte. Im Training hält man da dann einfach an oder bricht den Lauf gegebenenfalls ab. Aber im Wettkampf? Vor allem in einem Wettkampf, auf den man so lange hingefiebert hat?

IMG_3565Wir liefen erstmal weiter, wenn auch etwas langsamer. Das anfängliche Zeitziel wurde schnell zur Nebensache. Das eigentliche Ziel war das Ziel und als Bonus lockte ja auch noch einfach nur eine persönliche Bestzeit. Die bisherige Bestleistung meines Bekannten lag nämlich irgendwo bei 1:5x Stunden.

Kilometer für Kilometer wurde es aber gefühlt schlimmer. Ein paar Mal sogar so schlimm, dass wir kürzere Pausen einlegen mussten. Mein Bekannter meinte da einige Male, dass ich doch einfach weitergehen solle. Das machte ich aber nicht. Zum einen war es mir an dem Tag völlig egal, in welcher Zeit ich ins Ziel komme, zum anderen wollte ich ihn nicht alleine zurücklassen.

Irgendwie schafften wir es am Ende in 1:50:13 Stunden ins Ziel, was immerhin noch eine neue persönliche Bestzeit für Marco bedeutete. Und nebenbei war das ein richtig starker Kampf. Knapp 18 Kilometer mit Seitenstechen zu laufen ist definitiv nicht ohne!

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