Zürich ist das neue Nizza

Eigentlich stand mein Plan für das große Highlight im kommenden Jahr schon fest. Im Sommer wollte ich für eine Woche nach Nizza und dort am Ironman France teilnehmen. Die Anmeldung war schnell getätigt und eine passende Unterkunft hatte ich ebenfalls bereits gebucht. Dann gab es vor einigen Wochen auf Facebook und per Email die Information, dass der Wettkampf nicht wie geplant durchgeführt werden kann. Der Grund ist nachvollziehbar: Nach den Terroranschlägen im vergangenen Jahr hat die Stadt Nizza ein Moratorium verhängt, dass für den Zeitraum von einem Jahr sämtliche Großveranstaltungen an der Promenade untersagt. Diese Info gab es am 7. Oktober.

Auch wenn dieser Grund absolut verständlich ist, war es in der Folge schwer, Verständnis für die Kommunikationspolitik vom Ironman France aufzubringen. Schließlich hatten viele Athleten nicht nur über 500€ an Startgebühren bezahlt, sondern teilweise auch schon Hotels und Flüge gebucht. In einem offiziellen Statement kündigte man an, nach einem alternativen Datum zu suchen und dann folgendes Angebot zu machen:

  1. Kostenfreie Teilnahme am neuen Datum.
  2. Kostenfreie Ummeldung auf einen anderen, noch nicht ausverkauften Ironman.
  3. Rückerstattung der vollständigen Startgebühr.

Für mich (und wie man den Kommentaren auf Facebook entnehmen kann auch viele andere) ist es aber nicht nachvollziehbar, warum man die Erstattung oder Ummeldung nicht direkt ermöglichte, sondern die betroffenen Sportler warten ließ. Zweieinhalb Wochen später gab es dann ein Update: Man hatte endlich einen Ersatztermin gefunden. Und noch viel besser: Der Ironman France würde die erste Veranstaltung sein, die nach dem Moratorium an der Promenade stattfinden dürfte. Eigentlich eine gute Nachricht, denn jetzt dürfte ja der Zeitpunkt gekommen sein, an dem man sich für eine der drei oben genannten Möglichkeiten entscheiden darf. Aber leider zu früh gefreut. Der neue Termin und die damit verbunden Wahlmöglichkeiten sollten erst zwei Wochen später verkündet, bzw. ermöglicht werden.

Beim besten Willen kann ich keinen Sinn in diesem Vorgehen erkennen. Wenn besagter Termin feststeht, was ist dann das Problem daran, ihn bekanntzugeben? Mich hat das Verhalten jedenfalls massiv verärgert. Und das trug zusammen mit einigen Terminplanungen im nächsten Jahr dazu bei, nicht beim Ironman France in Nizza zu starten. Ich werde stattdessen am 30. Juli in Zürich starten und meine zweite Langdistanz bestreiten. Und ich freue mich sehr darauf.

Wie es der Zufall so will, wird mein Chef ebenfalls vor Ort sein und dort sein Debüt auf der langen Strecke geben. Es wird sich also um einen waschechten Ironwar handeln, an dessen Ende die Frage steht, wer die bessere B-Note abliefern kann. Irgendwann würde aber trotzdem mal gerne in Nizza starten. Die Strecke und die Atmosphäre sind sicherlich ein tolles Erlebnis. Mal schauen, was die Zukunft noch bringt.

One Comment

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmst du der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen